Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Giotto
Person:
Thode, Henry Giotto <di Bondone>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-685572
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687117
Giotto. 
fortan nur weiter sich entwickelnden Marien: geben hat, dem die auf diesem Bilde ge: 
darstel1ung gefeiert werden. Die Umgestal: schilderte reine Hoheit zu eigen war, ist 
tung, welche die ältere byzantinische Kom: dies der Erbe des hohenstausischen Jdeals, 
osition der von Engeln umgebenen der Luxemburger Heinrich V11., geweseni 
khronenden Madonna in dem Bilde der Von nicht minderer Bedeutung aber 
Akademie durch eine mehr das Menschliche als diese Darstellung der MaricTNals Hims. 
königlicher Majestät Betonende erhielt, melsköuigin ist ieschlichtere der utter mit 
haben wir schon früher ins Auge gefaßt. dem Kinde geworden. Zum erstenmale hat 
Diese Veranschaulichnng himmlischer Herr: Giotto diese uns in einem Medaillon der 
lichkeit im Gleichnis einer feierlichen, Oberkirche von Assisi vor Augen gebracht 
hösischen Eeremonie, wie es die Volks: LAbb. 131I. Hier schon bringt er an Stelle 
phantasie in den Laudi dichterifch gegeben der byzantinischen Tracht eine einfach natür: 
hatte, ist im höheren Grade noch für die liche Gewandung nnd wagt es, das Kind 
Darstellung der Krönung der Maria, ein in lebhafter Bewegung und mit fröhlichem 
in Santa Croce ausbewahrtes fünfteiliges Ausdruck, im Profil gesehen, zu geben, wie 
Altarbild CAbb. 130I, welches Giotto für es die Aufmerksamkeit der sinnenden Maria 
die BaroncelIikapel1e dieser Kirche gemalt auf, sich zu lenken versucht. Ahnlich wie 
hat und das er ausnahmsweise mit seinem hier, hält sich auf dem Altarbild der Ni: 
Namen bezeichnete, charakteristisch: eine kolauskapelle in der .Unterkirche, welches auf 
schier unzählbare, die ganze BildHäche er: den Seitenteilen mit den Halbsiguren von 
füllende Menge von Engeln und Heiligen Nikolaus und Franz geschmückt ist, der hier 
reiht sich zu beiden Seiten des Thrones, stehende Knabe am Gewande der Mutter 
auf welchem Christus der  
sich vor ihm sanft neigen:      
den Maria die Krone auf:      
seht, an einander; Musik       
eines reich zusammengeseH:     XK,.XF L   
ten Orchefters und Gesang         
begleitet den feierlichen Akt, .s   , IF: J  X;  
alle Blicke hängen an dem: Hi I  ON, Ei. H 
selben, freudige, aber von XII:   Z  I    
der königlichen Gegenwart ,;Y ;FsHsj3,s sit H ,I F   
in strenge Grenzen gebannte TO;   J     I F  
Festesstimmung spricht aus H  H.   is      
jedem Auge. Hat  so        s:s1sI  
könnte man sich fragen  l ,  Y7 III ,  T 
der Künstler, wie er der , di:  T.  
Erinnerung an päpstliche D :     s   
Eeremouien in anderenWer:       
ken Ausdruck gab, hier einem T     ,   
vom kaiserlichen Hofstaat I ,    ; P ; 
empfangenen Eindruck ideale   H K, E    F 
Gestaltung verliehen9 Jst S; jr;j7H,j   s  
er dem, von seiner hohen H. Z     
Aufgabe wunderbar durch:     
drnngenen deutschen Könige, OF  ,ss   : 
von welchem Dante das Heil       
Jtaliens, das Heil der Welt  II; III is  J       
erwartete, auf jener Rö:  ; is;    ,s. 
1nerfahrt begegnet, welche si7Tz.Y;        ,   
einem höchsten Streben ein      sss:ss 
so frühes tragisches Ende     
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