Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stuck
Person:
Bierbaum, Otto Julius Stuck, Franz/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-683848
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-684874
Stark. 
Franz 
Abb. 96. 
Stuvienkopf. 
Schlange und Haar, ist in der That ein 
köstliches Stück Malerei, an sich schon von 
schönster Wirkung, auch wenn man sich nicht 
in den Bann des naiv träumerischen Aus: 
druckes gibt, den dieser Franenkopf neben 
dem schillernden Hornschädel der rachenaufs 
reißenden Schlange hat. 
Es soll mit alledem nicht gesagt wer: 
den, daß Stuck zu diesem oder einem an: 
deren Stoffe nur aus tnalerischennGründen 
gelangte und daß er bloß aufs Anßerliche 
geht. Wie er, um Goethesche Worte zu 
brauchen, ein Künstler ist, der n,,durch Jus 
stinkt und Geschmack, durch Ubung und 
Versuche dahin gelangt, daß er den Dingen 
ihre äußere schöne Seite abzugewinnen, 
aus dem vorhandenen Guten das Beste 
auszuwählen und wenigstens einen gefäl: 
ligen Schein hervorzubringen lerntU, so ist 
er doch auch ein Künstler, bei dem man 
den Schluß dieses Goetheschen Satzes mit: 
citieren kann, in dem es als Forderung 
heißt: ,,Daß ein Künstler sowohl in die 
Tiefe der Gegenstände als in die Tiefe 
seines eigenen Gemütes zu dringen vermag, 
um in seinen Werken nicht bloß etwas 
leicht und oberflächlich Wirkeudes, sondern, 
wetteifernd mit der Natur, etwas Geistisch: 
Organisches hervorzubringen, und seinem 
Kunstwerk eine solche Gestalt, eine solche 
Form zu geben, wodurch es natürlich zu: 
gleich und übernatürlich erscheint.U 
Auch in der ,,Medusatt CAbb. 66J, wo 
nochmals Schlange  und. Weibe verbunden 
sind, doch in anderem Sinne, zeigt sich 
Stuck als ein Künstler, der schaffend be: 
weist, daß er nach dem Ziele strebt, das 
Goethe in diesen Worten wundervoll präg:
        

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