Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stuck
Person:
Bierbaum, Otto Julius Stuck, Franz/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-683848
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-685385
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Fra11 z 
Stuck. 
Aus Lenbachs Bildntssen werden kotn: 
mende Geschlechter etwas von der Seele 
unserer Zeit erfahren; sie werden, so wenig 
modern ihre Technik ist, als ein Ausdruck 
unserer Zeit bleiben; aus Stucks Porträts 
wird die Nachwelt wenig von diesem er: 
sehen, aber viel von der Freude am Schö: 
nen, die diesen Meister erfüllt und die er 
mit sicherer Hand stets interessant und oft 
erschöpfend wiederzugeben weiß.  
Verdankt die antike Tracht auf ihm ihre 
Herkunft auch einem Maskenseste, für das 
antikes Kostüm vorgeschrieben war, so ge: 
minnt diese Maskerade für uns doch die 
Bedeutung eines tieferen Sinnes, denn wir 
haben diesen hier antik angezogenen Künsts 
let mit dem Profil einer römischen Bronze 
als einen künstlerischen Geist von antiker 
Wesensart kennen gelernt, und wir wissen, 
daß ihm nicht bloß das Gewand der Alten 
Es ist kein Zufall, daß manche dieser 
Bilder Tracht und Schmuck vergangener 
Zeiten zeigen; diese Stirnbinden, Lorbeer: 
kränze, Haarketten, Tuniken sind nicht von 
ungefähr da und nicht ganz nebensächlich; sie 
deuten auf das, was dem Meister auch hier 
über alles geht: der schöne, malerische Effekt. 
Zuweilen trifft es sich, das; dieses un: 
1noderne Beiwerk auch noO mehr aussagt, 
daß es charakterisiert. Dies gilt von dem 
schön ins Runde kon1ponierten Doppelporträt 
des Künstlers und seiner Frau CAbb. 130J. 
gut zu Gesichte steht, sondern, daß er auch 
innerlich in dieses Kostüm besser, als in 
ein anderes paßt. 
III IF 
IF 
Der Zug zur Antike, der schon in der 
Malerei Stucks deutlich zu Tage tritt, in 
den Stoffen sowohl wie mehr nnd mehr 
in der Auffassung, erscheint in noch größerer 
Stärke und geradezu beherrschend in den 
plastischen Werken des Meisters. 
Daß Stuck sich auch als,Plastiker be:
        

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