Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stuck
Person:
Bierbaum, Otto Julius Stuck, Franz/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-683848
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-684965
Franz 
Stuck. 
Studie 
.,bösen Gewissens 
gewisses, Weiches entsprach im ersten Bilde 
dem Ausdruck der Centaurin; hier ist alles 
fast brutal entschieden, männlich ani1nalisch. 
Der Blonde auf dem ersten Bilde kann 
sich vielleicht noch erschöpft in den Busch 
schleppen; dieser Besiegte hier bleibt mit 
zerschmettertem Schädel auf dem Plan. 
Beim ersten Bilde kann man sagen, daß 
es vornehmlich lyrisch, balladenhaft wirkt; 
dieses wirkt in erster Linie malerisch und 
dann, dramatisch. 
Ahnliches müßte bei allen diesen Bil: 
dern, die früher bchandelte Stoffe wieder: 
holen, gesagt werden. Hinzu kommt aber 
noch und vor allem eine außerordentlich 
gesteigerte Kraft in der Darstellung des 
nackten Körpers. 
Jn der Darstellung des nackten Men: 
scheu hat St1Ick jeHt eine Höhe erreiGt, die 
in der modernen deutschen Malerei einzig 
ist, nur der Radierer Klinger kann neben 
ihm genannt werden. Auf diesem Gebiete 
scheint es für Stuä keine Schwierigkeiten 
mehr zu geben, und manchmal drängt sich 
die Empfindung auf, daß er nach Stoffen 
sucht, die besonders schwierige Ausgaben 
darin stellen. 
Eine förmliche Häufung solcher Probleme 
für den Aktmaler zeigt ,,Das böse Gewissentt 
CAbb. 104J. Ein atemlos fliehender Mann, 
drei fliegende Franengestalten um ihn, hinter 
ihm. Das Problem ist mit souveriiner 
Sicherheit gelöst. Ein stiirmisch bewegter 
menschlicher Körper wie dieser Fliehende ge: 
hört zu den seltensten Leistungen malerischer 
Kunst, und ganz erstaunlich sind die Be: 
wegungen der fliegenden Weiber gelungen, 
wenngleich bei allen solchen Darstellungen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.