Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stuck
Person:
Bierbaum, Otto Julius Stuck, Franz/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-683848
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-684029
Franz Stuck. 
Thoma, Haider, in ihren Anfängen auch der Streit damit, und es waren eine Reihe 
Trübner, Uhde, Liebermann. Das Ver: von rein technischen Fragen, die, einander 
 dienst von Meistern, wie es die beiden legt: ablösend, im Vordergrunde des Streites 
genannten sind, ist es vornehmlich, daß sie standen. Daß dem heute nicht mehr so 
die Bewegung kräftig belebten, bis sie auch ist, das verdanken wir hauptsächlich der 
der Menge merkbar ward und Bekenner in Beschäftigung mit denjenigen Künstlern, an 
größerer Zahl fand. denen es am schnellsten ersichtlich war, daß 
Heute nun ist diese Bewegung die die Hauptbedeutung des Neuen nicht in 
herrschende im Kunstleben, heute ist die der Weise liegt, so wesentlich diese in der 
Macht aus ihrer Seite, weil auf ihrer Seite Malerei ist, sondern in der tieferen Per: 
der Nachwuchs der jungen Begabnngen ist. sönlichkeitsoffenbarung, in dem Dichte: 
Von einerzusam: ris then der Kunst. 
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generalisierte damals   .sz J  F kJUNkkEVki Es tauchte 
das eigene Persön:   is     J wieder das Wort 
IjOkejtsstreben gerne Abb. I. Franz Stark im Alter von ca. 9 Jahren. Seele auf, oder wie 
und hatte noch all: es moderner schien: 
zusehr das Bedürfnis, sich zusammen: Psyche.. Die Psyche der Zeit verkündet 
zuscharen gegenüber der großen Masse der durch die Psyche des Künstlers,  davon 
Schwerfälligkeit, die nur einfach .in dem ward die Rede. 
verharren wollte, was galt. Aus diesem Man sah die Künstler darauf an, ob 
Bedürfnis, neben.praktischeinGründen, her: sie etwas von sich .aussagten, das auch von 
aus entstanden.:auchi all jene Secessionen, jedem einzelnen gelten konnte, und die Ge: 
um die sich noch :heute der Grundstock der fahr einer zu litterarischen Kunstbetrachtung 
modernen Kunst gruppi,ert. schien nahe. Die Freude am Anekdotischeu 
In der Malerei waren es besonders war überwunden, nun kam die Freude am 
technische Schlagworte,.die viel Lärm mach: Lyrischen. Das war sicherlich eine künst: 
ten, und die jüngere Generation versteht es lerischereiNüance, aber man konnte es ver: 
heute kaum noch, daß. :mans soviel. Worte stehen, daß die Maler als solche sich da: 
um etwas Selbstverständliches.i11achenmußte; gegen mehrten. Sie hatten uns reichsichtiger 
wie etwa um die künstlerische Berechtigung; gemacht, indem sie den Galerieton ver: 
en plain air zu malen. Und doch entbrannte schmähten und die helle Farbigkeit der Natur
        

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