Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mantegna
Person:
Thode, Henry Mantegna, Andrea
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-680897
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-681439
Andrea 
Mantegna, 
nach Stunden tiefster Versenkung in die 
erfchütternde Seelensprache der unvergleichs 
lich ausdrucksvollen und zugleich einfachen 
Erzählungen Giottos, das Verständnis für 
die Geftaltenwelt Mantegnas findet. Kunsti 
reich kompliziert, kalt und nüchtern wird 
ihm dieselbe anfangs wenig sagen, zwingt 
Jnschriften treulich auf den Bauten der 
Fresken wiedergegeben fand, macht emit dem 
befreundeten Maler und Samuele da Trag 
date gemeinsame Entdeckungsausflüge in die 
Umgegend, ja bis zum Gardafee, und wids 
mete ihm seine Epigrammata. Cyriacus 
von Ancona, Giovanni Marcanova, Pan1filo 
Abb. 32. Der Tod der Maria. Im Museum zu Madrid. 
Mach einer Originalphotographie von J. Laurent di Cie.. Madrid.J 
er sich aber, Eines nach dem Anderen ers 
fassen und verstehen zu lernen, so wird 
er sich schließlich magisch gebannt, ein 
Verzauberter, in dieser vom Pinsel hervors 
gerufenen plastischen Täuschung schweigenden 
Lebens verlieren.  
Dis sit 
  
Mit Begeisterung sahen die Humanisten 
in Padua die Welt der Antike auch künsts 
lerisch neu entstehen. Der Epigraphiker 
Felice Feliciano, welcher seine geliebten 
Sasso, Camillo Leonardi und Andere priesen 
Andrea in Sonetten, Elogien und Wids 
mungsschriften damals nnd später als einen 
Rivalen der großen griechischen .bildenden 
Meister. Ein Ulisse verherrlichte mit Versen 
das Porträt einer Nonne, deren Engelss 
antlitg, er gemalt hatte. Janus Pannonins, 
Bischof von Fünfkirchen, und Marzio da 
Narni ließen sich auf einer Tafel zusammen 
von ihm porträtieren  kurz, die gebils 
detsten nnd edelsten Geister suchten seine 
Freundschaft nnd seinen Verkehr. Wenn
        

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