Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mantegna
Person:
Thode, Henry Mantegna, Andrea
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-680897
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-681280
Andrea 
Mantegna. 
das Geleit gibt, weilt der itzt,  
granenvollen Seene bei, ei    ,kkkfs  II 
welche ein römischer Soldat,  :   H     
über ein Geländer sich beus Hi       ,  
gend, genau ins Auge faßt,          
während ein gepanzerter  J    s   ;  J;   
Reiter gleichgültig sein i       J H z; 
weißes Pferd nach hinten pl  7 YYFs8s3T:       
gewandt hat nnd mit ans  F    E    
eren Fu oldaten nur auf         
das ZeiGH1 der Rückkehr in         
die Stadt wartet.   T     J 
Wiederum hat sich Maus  sc    L  le     
tegua in diesem Gemälde     gis     
neue Probleme gestellt. Die .  J       
in perspektivischen Verkürs       Z  
zUngen gewonnene Sicheri      J,    lss,,s  
heit verleitet ihn zu dem   H V  J IT  
Versuche, in der Darstellung        J.    
desRichtganges,entsprechend      J    7 it 
dem Gesichtspunkt des Bes     F        
trachters, den Augenpnnkt 9FE:E3., IF     
unter die Ebene des Bildes       MS:    
zu verlegen, so daß nur die  2,;       s  
vorn angebrachten, etwas   z,i.jIsTU. I H     
in Untersicht gegebenen Ge:    I I  .s 
stalten ganz zu sehen sind,  J C  is   ,l 
die weiter hintenbesindlichen    
aber in ihren1Interen Teilen Abb.18. Köpfe. Detail ans der Wegsehleovuug des heiligen Christovhorus. 
VcVschWiUdeUs Ahnlicheshc1ttc .Jn der Kirche ver Eremitani zu Padua. 
scJon DonateUo in zwei ciJ2ach einer Originalphotographie von Gebt. Alinari, Florenz.I 
seiner Wunderreliess am Als 
tar in S. Antonio gebracht, nur hatte er Verbindung wuchtender Kraft mit geschmeis 
sich daran genügen lassen, den Augenpunkt diger Anmut im männlichen Körper zur 
in der Höhe der Fußfläche anzunehmen: Anschauung gebracht worden ist, wie in 
Mantegna wagt und weiß die viel schwie: solchen Schöpfungen des Paduaner Meisters. 
rigere Aufgabe zu lösen, indem er zugleich Der heilige Georg Douatellos, an welchen 
die klareSonderung einzelnerRaumschichten, der schildhaltende Krieger im Mittelpunkt 
wie er sie in den oberen Bildern durch die erinnert, gehört zu diesem Geschlechte: durch 
Anordnung der Figuren erreicht hatte, zu eine selbst bei scheinbarer Ruhe bis in 
Gunsten einer fast gleich1näfzigen, bis in jeden Muskel sich geltend tnachende Bei 
die Tiefen gefiihrten Belebung des ganzen wegung wird der Körper in einer Spaus 
Raumes durch Gestalten ausgibt. Hierdurch nung erhalten, wie der Pfeil auf der Bogens 
wird die zu Grunde liegende mathematische sehne,s nnd diese latente Kraft ist eine so 
Konstruktion zwar mehr verhüllt, aber die unversiegbaxe, daß selbst bei gewaltsamer 
Kiinstlichkeit des Problems scJadet trotz der Aktion ein Uberschnß von ihr zu bleiben nnd 
ganz erstaunlicheu Genialität, mit welcher gesteigerter Bethätignng zu warten scheint. 
es gelöst ist, derUnmittelbarkeit des Gefühlss Nur der genialen Jntensität des Fiihlens 
eindruckes. Das Wachstum des Könnens nnd Schauens ist es verliehen, ,,das Strenge 
zeigt sich jedoch nicht allein in der Beherr: mit dem ZartenU so zu einen  dieses Werk 
schung der Perspektive, sondern ebensowohl zeigt, das; das Genie Andreas die ihm ents 
in der großartigen Gestaltung der einzelnen sprechende künstlerische Sprache mit voller. 
Erscheinungen. Wohl wenige Werke der Sonveriinetiit zu beherrschen gelernt hat. 
Kunst dürfte man finden, in welchen die Man spürt es nun aber weiter hier, wie
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.