Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mantegna
Person:
Thode, Henry Mantegna, Andrea
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-680897
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-682319
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Andrea Mantegna. 
leidenschaftlich glühenden Seele mit dem 
Leben tiefe FurEhen gegraben hat. Der 
im Weiten sich verlierende Blick der Augen 
verrät eine fast erschreckende Intensität der 
Schauenskraft, aber dieselbe hat sich von 
der äußeren Erscheinung ab dem inneren 
Wesen der Dinge zugewandt. Ein künsts 
lerischer Weltbeherrscher, der zum Eremiten 
geworden ist  das Bildnis wirkt auf 
uns, als wäre es eine der von ihm selbst 
in seinen späten Werken geschaffenen Ges 
stalten. Was diese Werke von dem Meni 
schen uns gesagt, findet seine Bestätigung 
außerordentlicher Mensch und ein zweiter 
Apelles, der durch diesen Tod uns geraubt 
wird. Ich lebe des Glaubens, daß unser 
Herrgott ihn verwenden wird, irgend ein 
schönes Werk zu schaffen  ich aber hoffe 
nicht, je wieder einen schönerm Zeichner 
und Erfinder zu sehenJt  
sit IF 
III 
Des ehrlichen Lorenzo Meinung war 
eine irrige.. Schon waren Meister thätig, 
deren Schöpsungen Mantegnas Werke in 
Abb. 
104. 
Maria mit dem Kinde und Elifabeth mit Johannes. 
Detail aus dem Gemälde in S. Andrea zu Mantua. 
in dem Bildnis  was Anderes sind denn 
auch echte Künstlerwerke als Offenbarungen 
der Seele9 Jm Schatten des Gotteshauses 
hatte der Müde sich ein Hüttchen erbaut, 
fern von der Welt den Frieden in der Kvnss 
templation zu finden  einen ,,heiligen 
Manns, haben ihn in Ehrfurcht die Söhne 
genannt; und so kannte ihn auch jener 
Freund der Künstler und Bevollmächtigte 
der Gonzagas in Venedig, welcher im Oktober 
1506 an Jsabel1a schrieb: 
,,Welcheu Schmerz und welchen Kummer 
bereitet mir der Tod unseres Messer Aus 
drea MantegnaL Denn wahrlich es ist ein 
den Schatten stellen sollten. Des Künstlers 
letzte Lebensjahre fallen in die Zeit, in 
welcher das künstlerische Ideal der Res 
naissance zu seiner höchsten Vollkommenheit 
ausgebildet wurde. Im Jahre 1505 arg 
beiteten Lionardo da Vinci und Michelangelo 
wetteifernd an den Schlachtenkartons für 
den Rathaussaal in Florenz, in demselben 
Jahre begannsMichelangelos Thätigkeit an 
dem Juliusdenkmal in Rom, schuf Rafsael 
seine ersten Madonnenbilder großen Stiles, 
und wenig später traten Giorgione und 
Tizian als Meister aus,, der Schule Gios 
vanni Bellinis in die Offentlichkeit. Die
        

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