Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mantegna
Person:
Thode, Henry Mantegna, Andrea
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-680897
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-682277
Mantegna. 
Andrca 
mälde des Gottes Eomos für Jfabella ausi 
führen zu können, macht Calandra, wie ihm 
befohlen worden ist, Ausflüchte und Ents 
schuldigungen. In seinem Bericht über den 
Besuch an die Markgräfin heißt es: ,,Mir 
scheint, Mantegna hat es übel genommen, 
daß Jhr nicht aufs seinen Brief geantwortet 
habt: und er fügte hinzu, daß Jhr es 
vielleicht aus Schamgefühl gethan habt, da 
Ihr nicht die Möglichkeit saht, ihm in seinen 
Nöten zu helfen, und er scheint mir in Wahrs 
heit den von Euch gemachten Entfchuldigungen 
Glauben zu schenken. Was die Beantwortung 
seines Briefes betrifft, habe ich ihm gesagt, 
daß Eure Excellenz es für nichts Geringeres 
achtet, einen Ihrer Diener persönlich zu 
senden, als ihm zu schreiben, und daß 
Ihr Euch nicht schämt, da die Zeitumstände 
Euch nur zu sehr entschuldigen, wenn Ihr 
ihm nicht jene Rücksicht und Freigebigkeit 
zeigt, welche seine Tugenden verdienen.H 
Mochten auch die Zeitumstände uns 
günstige sein  eine schwere Seuche suchte 
Mantua in jenem Frühjahr heim  das 
Verhalten Jsabellas mußte für den von 
Jahren und Sorgen beschwerten Meister 
eine tiefe Kränkung sein. Am 1. August 
erschien Calandra wieder bei,ihm und bat 
sich im Namen der Fürstin die Büste für 
einige Tage zur Ansicht aus. 
,,Mantegna hat sie mir sogar ohne 
Pfand und herzlich gerne, um Eurer Herrs 
lichkeit zu Willen zu sein, in meine Hände 
anvertraut und sie mir mit größter Eins 
dringlichkeit anempfohlen, nicht ohne große 
Eifersucht zu zeigen, derart, daß ich fast 
gewiß bin, er würde sterben, wenn sechs 
Tage verstrichen, ohne daß er sie zurücks 
erhielte. Obgleich ich nicht auf den Preis 
angespielt habe, sagt er selbst, er wolle nicht 
weniger als 100 Dukaten, und bittet wegen 
dieser seiner Hartnäckigkeit Eure Herrlichkeit 
Abb. 100. 
Christus, von Maria und Johannes beweint. Gen1älde in der Brera zu Mailand. 
Mach einer Originalphvtographie von Giacomo Brogi, Florenz.J
        

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