Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Walter Crane
Person:
Schleinitz, Otto von Crane, Walter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-679118
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-679543
Mau.delbäun1e. 
Monte Pincio. 
Aquakell. 
cZu Seite 
trennten, um ein Konkurrenzinstitut ins Leben 
zu rufen. Nachdem Thornhill gestorben war, 
reorganisierten die gegnerischen Künstler das 
kümmerlich dahinsiechende Geschäft  denn 
anders konnte die Akademie nicht bezeichnet 
werden  und versuchten unter dem wohl: 
tönenden Namen ,,Gesellschaft der vereinigten 
Künstler zur Unterstützung ihrer Witwen und 
Kindertt, jeder möglichst für sich, Vorteile 
aus der Gründung zu ziehen. Georg l1I. 
protegierte zeitweilig die Gesellschaft; als ihre 
Mitglieder sich jedoch bald untereinander 
zankten, verloren sie die Gunst des Königs 
und des Publikums. 
Der klügste der Secessionisten von der 
leHtgenannten Akademie war der Architekt 
Chambers, der nun seinerseits sich einen 
Anhang verschaffte, abermals ein neues Ins 
stitut ins Leben rief und für dies, keine 
List und Jntriguen scheuend, endlich von 
Georg III. das Patent zur Umwandlung in 
eine königliche Akademie erlangte. Sir 
Joshua Reynolds, ihr erster Präsident, ers 
klärt in den Statüten der Kunstanstalt: 
,,Eine Akademie, die auf kommerzieller 
Grundlage gegründet wird, kann niemals 
ihren Zweck erfüllen.tt Das ist es aber vor 
allem, was nicht nur Walter Crane, sons 
dern viele bedeutende Künstler der heutigen 
Leitung der Akademie vorwerfen. Weniger 
gemäßigte Maler und Bildhauer gehen 
einen Schritt weiter und behaupten, daß 
nur noch Gefchäftsinteressen, einzig und 
allein, ausschlaggebend für die Direktion in 
Burlingtonhouse sind. Jedenfalls bleibt es 
als eine bemerkenswerte Thatsache und aufs 
fällige Erscheinung zu verzeichnen, daß unter 
der Präsidentfchaft von Lord Leighton, Sir 
E. Millais und Sir E. Poynter, obgleich 
sie selbst ursprünglich entweder Präraffaei 
liten waren, oder ihre Werke zunächst eine 
solche Note tragen, die Anhänger dieser 
Brüderschaft alle der Akademie ausgesprochen 
fern stehen. 
Um einigermaßen Absolution für ehemals 
begangene Mißgriffe zu erhalten, veranftaltete 
die Akademie im Winter 1900J1901 eine 
,,Ausstel1ung britischer seit 1850 verstorbener 
Künstlers. Die Hälfte aller hier vertretenen 
Maler wurde in früheren Epochen successive 
von dem königlichen Institut abgelehnt. Es 
handelte sich also nicht um eine eins 
malige vorübergehende Erscheinung, sondern 
um ein dauernd und stetig, während eines 
halben Jahrhunderts, sich wiederholendes 
Vorkommnis. Wie auch die Akademie ihre 
Ansichten momentan über Kunst änderte, 
die Zulassung zu ihrem Heiligtum hing
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.