Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Velazquez
Person:
Knackfuß, Hermann Velazquez, Diego Rodríguez de Silva/y
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-677005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-677233
Velazquez. 
einer von Natur bedeutenderenPersönlichkeit. 
Man sieht ihm an, das; er sich wider Willen 
langweilt; ein Ausdruck von Lässigkeit geht 
durch bis in die Fingerspihen der schlaff 
herabhängenden Hand, die den abgestreiften 
Handfchuh an einem Finger baun1eln läßt. 
Dieses mattc, verdießliche Aussehen erweckt 
Mitleid, wenn man weiß, daß der begabte 
Prinz durch Olivares, der seine Fähigkeiten 
fürchtete, in einem dauernden Zustand der 
dieser Zeit eine große Anzahl von Bildern 
und kopierte Gemälde von Tizian. Den 
König malte er fünfmal. Er war der eins 
zige, dem gegenüber Philipp lV von dem 
durch Olivares gegebenen Versprechen, daß 
nur Velazquez ihn malen sollte, eine Auss 
nahme machte. Während Rubens sonst mit 
keinem Maler in Madrid verkehrte, bes 
freundete er sich mit Velazquez. Dieser bess 
glcitete ihn nach dem Escorial, und auf 
Abb. S. Bacchus und die Zecher. Im Praoon1useum zu Madrid. 
Mach einer Originalphotograpt1ie von Braun, Clöt11ent G Cie. in Dornach i. E. und Paris.J 
Unterdrückung gehalten wurde. Als er im 
Jahre 1642 sünfundzwanzigjährig starb, 
bezeichnete die Volksstimme Olivares als 
die Ursache seines Todes. 
Das Jahr 1629 brachte Velazquez die 
persönliche Bekanntschaft des vornehmsten 
und berühmtesten Malers seiner Zeit. Jnr 
Herbst dieses Jahres kam Rubens nach 
Madrid, als Träger diplomatischer Mits 
teilungen und als Überbringer von Gei 
mälden. Nach Erledigung seiner Staatss 
geschäste widmete sich derselbe noch neun 
Monate lang in Madrid seiner Kunst. Mit 
seiner bekannten Schnelligkeit malte er in 
dem Wege dorthin unternahmen die beiden 
Maler eine Bergbesteigung. 
Ruhms und Velazquez waren in ihrer 
kiinstlerischen Eigenart zu sehr von Grund 
aus verschieden, als daß der jüngere Meister 
von dem älteren, so hoch er denselben auch 
verehren mochte, eine Beeinflussung in Bei 
zeig auf seine Kunst hätte erfahren können. 
Aber darin mag man eine Wirkung des 
Verkehrs mit Rubens erblicken, daß Velazs 
quez in dieser Zeit das sonst der spanischen 
Kunst sehr fern liegende Stoffgebiet der ans 
tiken Mythologie betrat; Er malte für den 
König einen Bacchus, der den Erdenbewohs
        

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