Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Knackfuß, Hermann Dürer, Albrecht
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-675380
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-676820
Albrecht 
Dürer. 
,Abb. 120. Die Apostel Johannes und Petrus. 
Olgemälde von 1526. In der königl. Pinakothel zu München. 
Mach einer Originalphotograpbie von Franz Hanfftängl in 
München.J 
durch andere Hände. Die Wandgemälde 
sind noch vorhanden, aber roh iibermalt und 
sehr schlecht erhalten. X 
Dürers Hauptwerke aber in dieser 
Zeit und in den nächstfolgenden Jahren 
waren Bildnisse. iMit der Jahreszahl 
1521 bezeichnet ist ein auf unbekanntem 
Wege in den BesiH des Königs Philipp 1V 
von Spanien gelangtes Brustbild eines 
älteren Herrn in Pelzrock und breitem 
schwarzen Hut CAbb. 108J. Dieses Prachtss 
bildnis, in dem man Hans Jmhof den 
Alteren aus Nürnberg zu erkennen glaubt, 
hängt im Pradomuseum zu Madrid an 
bevorzugter Stelle zwischen den auss 
erlesensten Meisterwerken der verschiedenen 
Nationen und Jahrhunderte, zusammen 
mit dem Selbstbildnis von 1498. Mit 
welcher Kraft Dürer sein Lebenlang an 
seiner kiinstlerischen Vervollkommnung ge: 
arbeitet hat, es wird einem nirgendwo 
so deutlich wie hier, wo man die beiden 
Bildnisse, von denen das eine dem ersten, 
das andere dem legten Jahrzehnt von des 
Meisters Thätigkeit angehört, bei eins 
ander sieht. Das jugendliche Selbstbilds 
nis erscheint in dieser Umgebung dem vers 
wöhnten Auge des Beschauers sehr hart. 
Das Bildnis von 1521 aber hält jede 
Nachbarschaft aus. Es ist etwas bei 
dingungslos Vollkommenes. Es besitzt 
malerische Eigenschaften, durch die es 
sogar den höchstgefeierten Bildnissen, 
welche.Dürer einige Jahre später malte, 
überlegen ist.  1522 veröffentlichte 
Dürer das große prächtige Holzschnitts 
bildnis des kaiserlichen Rates und Protos 
notars beim Reichskammergericht, Ulrich 
Varnbüler, eines dem Meister eng bei 
freundeten Mannes. Später folgte das 
kleine Holzschnittporträt des Humanisten 
Eobanus Hessus. Wahrscheinlich bei Ges 
legenheit des Nürnberger Reichstages von 
1522 bis 1523 porträtierte Dürer zum 
zweitenmal den Kardinal Albrecht von 
Brandenburg und dann auch seinen 
ältesten fürstlichen Gönner, Friedrich den 
Weisen von Sachsen. Beide Bildnisse 
stach er in Kupfer, das erstere Czum 
Unterschied von dem kleinen Porträt von 
1519 ,,der Große KardinalU genannt, 
Abb. 111I im Jahre 1523, das leHtere 
1524 CAbb. 112J. 
Würdig schloß sich diesen herrlichen 
Kupferstichbildnissen dasjenige des allzeit ges 
treuen Freundes Wilibald Pirkheimer an 
Cgleichfalls 1524, Abb. 113J, der nicht nur
        

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