Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Knackfuß, Hermann Dürer, Albrecht
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-675380
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-675560
Albrecht Dürer. 
der Ehe nur eine ganz flüchtige Federss 
zeichnung Lin der AlbertinaJ, die nicht als 
Bildnis, sondern mehr als Scherz aufgefaßt, 
die junge Frau in halber Figur zeigt, wie 
sie, mit auf den Tisch gestütztem Arm, das 
Kinn auf die HandLgelehnt, eben im Begriff 
ist einzunicken. ,,Mein AgnesU hat Dürer 
dabei geschrieben. Wie Frau Agnes, die 
hier in der Hausfchürze und mit unbedecktem, 
nicht ganz in Ordnung gehaltenem Haar 
erscheint, in ihren guten Kleidern aussah, 
mag man wohl berechtigt sein, aus drei ebens 
Dürers Ehe blieb kinderlos. Dennoch 
hatte er bald für den Unterhalt einer 
größeren Familie zu sorgen. Im Jahre 
1502 beschloß Dürers Vater sein Leben; 
es hatte dasselbe ,,mit großer Mühe und 
schwerer, harter Arbeit zugebrachtE. Mit 
schlichten, herzlichen Worten hat Dürer in 
seinen Aufzeichnungen das Andenken des 
Mannes geehrt, der ihn von frühester Kindi 
heit an zu Frömmigkeit und Rechtschafsenheit 
erzogen hatte. Nach des Vaters Tode nun 
lag dem jungen Meister nicht nur für die 
falls in der Albertina befindlichen Trachten: 
bildchen zu entnehmen, aquarellierten Feders 
zeichnungen, die Dürer im Jahre 1500 auss 
führte und mit den Beischristen versah: 
,,Also geht man in Häusern CzuI NürnbergU, 
 Also geht man in Nürnberg in die KirchenU 
und ,,Also gehen die Nürnberger Frauen 
zum Tanz.U Ein wirkliches Bildnis der 
,,Albrecht DürerinU hat Dürer im Jahre 
1504 mit dem Silberstift gezeichnet. Dass 
selbe befindet sich, leider sehr vermischt, in 
einer Privatsammlung zu Braunschweig. Da 
sehen wir unter der großen Haube ein nidzt 
mit ungewöhnlichen Reizen ausgestattetes, 
aber offenes und verständiges Gesicht. 
zärtlich geliebte Mutter, die er zu sich nahm, 
sondern auch für eine Schar von jüngeren 
Geschwistern die Sorge ob. Dem Anschein 
nach waren seine Vermögensverhältniffe eine 
Zeitlang keineswegs glänzend; durch seine 
nnermüdliche Arbeitskraft aber und durch 
seine rastlose Thätigkeit brachte er es nach 
und nach zu einer ganz anfehnlichen Wohls 
habenheit. 
Bald nach der Verheiratung eröffnete 
Dürer eine selbständige Werkstatt. Dazu 
bedurfte es weder eines Meisterstückes noch 
sonstiger Förmlichkeiten. Denn in Nürns 
berg galt, im Gegensatz zu den übrigen 
Städten Deutschlands, die Malerei als eine
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.