Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Adriaen und Isack van Ostade
Person:
Rosenberg, Adolf Ostade, Adriaen/van Ostade, Isack/van
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-670376
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-670568
Jsack 
AdriaenA 
Oftade. 
von Haarlem den Beweis zu erbringen, 
daß Adriaen und Jsack van Ostade beide 
in Haarlem geboren und getauft worden sind. 
Aus van der Willigens Forschungen 
haben sich folgende Thatsachen ergeben. 
Der Vater der beiden Künstler hieß Jan 
Hendricx d. h. Sohn des Hendrik CHeinrichJ, 
wie nach damaliger Sitte der unterscheidende 
Zuname gebildet wurde, und dazu kam noch 
als weiteres Unterscheidungsmerk1nal die 
Herkunft hinzu. Jan Heudricx war aus 
der Stadt Eyndhoven in Nordbrabant ge: 
kommen, angeblich, um sich Verfolgungeu 
zu entziehen, denen er als Protestant aus: 
geseHt war, nnd darum nannte er sich Jan 
Hendricx van Eyndhoven, als er 1605 in 
Haarlem das Bürgerrecht erwarb und sich 
bald darauf, am 16. Januar 1605, mitJans 
neke Hendriksen aus Woensel, einem Dorfe 
bei Eyndhoven, verheiratete. In der Nähe 
von Eyndhoven liegt auch das Dorf Ostade, 
und aus diesem Umstande hat man ge: 
schlossen, daß dieses Dorf der eigentliche 
StammsiH der Familie war und daß der 
Vater der beiden Künstler nur eine Zeit: 
lang in Eyndhoven gewohnt hatte, bevor 
er sich in Haarlem niederließ. Jn engem 
Zusammenhang mit der Familie muß das 
Dorf jedenfalls gestanden haben, da Adriaen 
sich, nachdem er seine Lehrzeit beendet hatte, 
unter dein Namen ,,Adriaen Jansz Cd. i. 
Sohn des JanJ van OstadeE in die Register 
der Haarle1ner Lukasgilde eintragen ließ. 
Da der größte Teil der Bewohner von 
Eyndhoven die Weberei betrieb, die, bei: 
läufig gesagt, auch heute noch in dem ge: 
werbfleißigen Städtchen blüht, ist es wahr: 
scheinlich, daß auch der Vater der beiden 
Maler ein Weber gewesen ist. Auch in 
Haarlem blühte dieses Handwerk, und einer 
der Söhne von Jan Hendricx ergriff, wie 
wir aus einer Urkunde erfahren, das Weber: 
handwerk, nachdem er zuvor Bäcker ge: 
wesen, mit diesem Gewerbe aber kein Glück 
gehabt hatte. Jan Hendricx scheint mit 
seiner Familie in einem gewissen Wohl: 
stande gelebt zu haben. Als seine Frau 
im Mai 1640 starb, wurde ihr aus dem 
Sankt Annen:Kirchhofe ein Grab für die,in 
damaliger Zeit ansehnliche Summe von zwei 
1zende 
Bauern. 
Ja der Samt 
HabithJ 
1lung Katz cftlIhEk 
zu Kessel.
        

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