Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wilhelm von Kaulbach
Person:
Ostini, Fritz von Kaulbach, Wilhelm von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-668686
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-669444
dem damals allgemein herrschenden Wettlauf um Aufträge auch bei Kaulbach nicht ohne 
Äußerungen des Konkurrenzneides abgegangen sein. Es traten eben jetzt die Ergebs 
nisse seiner unglücklichen und unterdriickten Jugend zum ersten Male an den Tag, 
gerade weil er Luft bekam, weil er die Möglichkeit greifbar v,or sich sah, die Träume 
von BesiH, Macht und Ruhm zu verwirklichen, die er einst in der Nacht des Elends 
geträumt hatte. Wie der jähe Abschluß seines Düsfeldorser Studiums war übrigens 
für den Künstler auch der einstweilige Abschluß seiner Arbeiten für den König ein Glück, 
Abb. 63. 
Aus dem Skizzenbuche. 
Lud1uig XV1Il., 
um 1860. 
wie es sich nun auch damit verhalten haben mag. Er hatte in den Residenzmalereien 
gewiß das Beste geleistet, was ihm im gegebenen Falle von der Hand ging, aber sicher 
nicht das Beste, was in ihm war, denn es handelte sich hier um einen Zwang von 
außen, ein Sichfügen in einen gegebenen Rahmen, ein Programm, um ein Kunstwerk, 
an dem allenfalls der Ehrgeiz beteiligt war, nicht das Herz. Und Kaulbach wäre allens 
falls bei der Schnellmalerei für den König, wenn es ihm weiter  ufträge geregnet 
hätte, bald verflacht. Die Neigung dazu hatte er, der so iib  icht produzierte, ja 
schon erwiesen. Jn der Freiheit aber entstanden bei ihnPsnn117jene Zeichnungen reas 
listischer Art, die, auf seine1n ureigensten Boden gewachsen, uns reIhtÄdeutlich sagen, wo
        

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