Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wilhelm von Kaulbach
Person:
Ostini, Fritz von Kaulbach, Wilhelm von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-668686
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-669158
an dem Riesenwerk seiner Museumsfresken der Kinderfries ist, den er als Dreingabe 
,,auf eigene Fausttt malte, respektive entwarfl 
Den deutlichsten Beweis für die erstaunlichen Fortschritte, die Kaulbach in der ersten 
Zeit feiner Akademikerschaft schon gemacht hat, liefert wohl sein 1824 schon gemaltes 
Selbstporträt, das heute noch den Festraum der Familie seines Sohnes ziert. Unsere 
Abbildung 2 gibt es wieder. Es ist der erste Versuch in Olfarbe, an den sich Kaulbach 
heranwagte und nicht nur mit einer meisterlichen Schärfe und Reinheit gezeichnet, sondern 
auch für die damaligen Verhältnisse ganz brillnnt gemalt. Kaulbach, der keinerlei An; 
leitung zur Malerei hatte, hat das Werk ganz für sich allein in Heimlichkeit gearbeitet, 
Stndie 
Abb. 2s. 
dnis der 
CZu Seite 110.; 
Punkt für Punkt wie zu einem Mosaikbild auf die Leinwand sehend und dann ver: 
treibend. Es wirkt dabei gar nicht gequält, aber fast unheimlich intensiv. Der ganze 
raphaelische JdcalisIsn1us der Eorneliusschule steckt darin, aber auch das ganze erlittene 
Weh des Jiinglings und ein gut Teil der Bitternis, die er nimmer los wurde im Leben. 
In diesen Augen ist sie freilich durch einen Zug von Trauer uu1 Mund und Augen 
gemildert. Als der junge Maler dies für die Seinigen gemalte Bild fertig hatte, trug 
er es zur Weihnachtszeit auf seinem höehsteigenen Rücken nach Mülheim und von da 
zum Vater nach Werden ins Strafhaus. Für den Unglücklichen, der dort büszte und 
der mit so zuversichtlicher Hoffnung der Entwicklung seines Sohnes harrte, mag das 
Porträt wohl eine Weihnachtsfreude höchster Art gewesen seiul 
        

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