Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederen Künste
Person:
Morris, William
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-661664
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-662093
als den Leuten noch etwas daran gelegen war; 
sie suchte nicht durch Glanz zu wirken, noch 
für genial zu gelten; nicht selten verfiel sie in 
c5ewöhnlichkeit, selten erreichte sie Srhabenheit; 
aber nie übte sie einen Druck aus, legte sieh 
wie ein JEllp auf oder wurde zu unverschZmter 
Prahlerei: dazu hatte sie in ihrer besten Zeit 
eine Srfindungskraft, eine Individualität, wie 
sie in grösseren Stilen niemals in höherem Masse 
zutage getreten sind: und ihre besten Gaben 
wurden in ihrer Bliitezeit ebenso gut dem Hause 
des Dorfbewohners und der bescheidenen Dorfs 
kirche zuteil wie dem Schlosse des Lords oder 
der mächtigen Kathedrale: nur ein hartherziger 
Mensch kann nach meiner Hnsicht diese nie rohe, 
obwohl oft grobe, liebliche, natürliche, nie ges 
machte Kunst, die eher das Tilerk von Bauern 
als von Kaufherren und l3öflingen ist, nicht 
lieben, mag er nun von ihr umgeben geboren 
sein wie wir selbst oder von fernher gekommen 
und nach all dem überseeischen Glanz über ihre 
Sinfachheit erstaunt sein. Sine Kunst von 
Bauern, sage ich, und sie lebte noch unter den 
I3iittenbewohnern und freisassen vieler Teile 
des Landes fort, als schon grosse Häuser in 
,,sch8nem französischen StilU gebaut wurden; 
lebte auch noch in manchem seltsamen durch 
den Webstuhl, den Druckerblock, die Nadel des 
Stickers ausgeführten Muster fort, als jenseits 
der see sinnloser Prunk schon alle Natur und 
Freiheit vernichtet hatte, und die Kunst, bei 
sond;rs in Frankreich, lediglich der Ausdruck 
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