Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bildende Kunst und Schule
Person:
Rein, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-660123
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-660950
NO 
unbesdJreiblich heiliger. und i5errlid9es, freudiges und Höh: 
iid1esI. Eine Vermehrung des irilnstlerischen Stoffwechsels 
in unserer Jugend, eine Steigerung der Freude am Dasein, 
am Sehen und Smpiinden ist audi uns das hohe Ziel, dem 
wir zusteuern. 
Eber, wie gesagt: Das ltiinstlerisdie sehen will ges 
lernt sein. Es durdrläutt i. a. drei Stadien. 
Hut der untersten Stute hattet es am Gegenstands 
lieben. Der Inhalt des Bildes ist das. was uns tesselt. Was 
das Bild darstellt, nimmt unser interesse ganz gefangen. 
Flut der zweiten Stute tragt man nach dem Künstler, 
der es geschaffen und macht sich klar, was er gewollt, ob 
das Bild uns gefällt, oder nicht. Wir gehen dem lriinsts 
lerischen Eindruck nadi. 
Hut der höchsten Stute aber suchen wir uns auch 
Kechenschalt darüber zu gehen, warum uns das getällt 
und jenes missiällt. Allerdings wird vielfach gelilrditet. 
dass damit der lriinstlerische Hauch des unmittelbaren vers 
toten gehe. Eber wenn schon grosse Künstler von llürer 
und kionardo an bis auf Klinger und l5ildebrand über 
die Schöptungen der darstellenden Kunst theoretisiert haben, 
wie es Schiller und Goethe hinsichtlich der poetischen 
Werke thaten, so braudien wir vor dieser höchsten Stute 
theoretischen Sindringens in die ll1erlrstatt der bildenden 
Kunst nicht zuriidrzuscheuen. Für den Schaltenden und 
ttir den tieniessenden kann die naive Freude am ltunsts 
wert: bedeutend gesteigert werden durch eindringende Eis 
Kenntnis der Bedingungen, unter denen das Kunstwerk ents 
standen und zu soldier Wirkung gebracht worden ist. Das
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.