Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bildende Kunst und Schule
Person:
Rein, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-660123
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-660727
sehr viel zur Weckung und Pflege des Sesd1mackes in 
unserem Uolke beigetragen haben. Die Erbauer gingen 
bei ihnen der Frage nach, in welche Umgebung das neue 
postgebäude zu stehen komme, was der künstlerische Zhas 
rakter der Stadt verlange. damit der neue Bau malerisch 
wirke und sich einfach und dod1 bedeutsam in das 6esamts 
bild einfilge. Damit hatten die Postgebäude mit dem 
liasernenstil, mit dem Schema F gebrochen und einen neuen 
Weg für staatsbauten beschritten, der nicht ohne Einfluss 
auf andere Gebiete bleiben konnte. 
Den Postbauten sind die Schulbauten gefolgt. Illlers 
dings noch nicht in nennenswerter Weise. Die gelblederne 
oder blutrote Badtsteinkunst ist immer nod1 die uorherrs 
Schende. Eber ihre Herrschaft ist zu Ende mit ihrem ers 
borgten lilassizismus, den korinthischen Pilastern und Illtans 
thusakroterien. Unser schulhaus soll ein gutes, deutsches 
Saus sein. Das Uolksgefiihl bricht auch hier siegreich durch. 
Dabei wird in erster Linie die Lage des Sd1ulhauses 
in Frage kommen. hier wird in Zukunft gewiss mehr als 
bisher die künstlerische Einsicht neben der Zweckmässigkeit 
mitsprechen. Und mit Recht ist hervorgehoben worden, dass, 
wo das sdiulhaus. wie Z. B. in grösseren Stadien, zuweilen 
mit Rücklage sich begnügen muss, nicht die litt von hinter: 
häusern gewählt werden soll, sondern eine klosterähns 
liebe SruppienIng um einen offenen schönen Hof, wie man 
dies Z. il. an den alten Anlagen der tZolleges in Oxford 
und lZambridge in mustergilltiger Weise sehen kann. 
Dieses System des einreihigen Baues, wobei die Sthuls 
Zimmer mit einem liorridor um den hol herumgelegt wer:
        

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