Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Burne-Jones
Person:
Schleinitz, Otto von Burne-Jones, Edward Coley
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-647959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-648608
sie bestimmten Zwecken besser dienen. Zwei sprochene Individualität vermag die höchsten 
sehr anmutige Aquarellbilder aus der glei: Ziele zu erreichen. 
then Zeit erheben sich noch über das In den Jahren 1864 und 1865 be: 
Niveau der schon genannten fAbb. 14J: schäftigte sich Burne:Jones eingehend mit 
Aschenbrödel im grünen Anzuge mit weißer den Zeichnungen, Entwürfen, Aquarell: 
Schürze und dem gläsernen Pantoffel, und Oelbildern, die ,,Cupido und Psyche,, 
Eigentum des Mr. C. A. Street, den wir zum Gegenstand haben und ursprünglich 
bereits als Gönner des Künstlers kennen. für Morris7 ,,Is1artl1ly Pa.raciise, story of 
Begonnen wurde ,,Gsreen Summerss, der Cupid and PsycheU gedacht waren. Die 
grüne Sommer, noch in demselben Jahre, bezüglichen Werke sind dann in verschiedenem 
aber erst 1864 vollendet. Später hat Material, anderen Abmessungen und in 
Burne:Jones das Bild in vergrößertem Varianten erschienen. Ja die ganze Serie 
Maßstabe und in Ol gemalt. In einer ,,Cupido und Psychetl wurde als Dekora: 
Sommerlandschaft sind mehrere junge tion für den Speisesaal des Grafen von 
Mädchen zu einer Gruppe vereint dar: Carlisle begonnen, indessen erst1881 durch 
gestellt, die sämtlich grüne Anzüge tragen, Walter Crane wunderbar schön vollendet. 
ein Umstand, der mutmaßlich mit dazu Wiederholungen einzelner Teile sind 
verholfen hat, dem Bilde seinen Namen auch für andere Personen gemalt worden, 
zu geben. Das im Besih von Mr. W. so ,,Zephyr und PsycheU für die Gräfin 
Coltart befindliche Werk wird in dem Pembroke, ,,Cupido und PsycheH, sowie 
Heimatlande des Künstlers etwas über ,,Pan und Psyche,, für Mrs. Benson, leg: 
Gebühr geschätzt, bezeichnet aber zweifellos teres jedoch erst 1874 beendet. In dem 
einen Sc2ritt vorwärts in der Selbstiindig: mittleren Bild ist Psyche schlafend dar: 
keit des werdenden Künstlers. gestellt CAbb. 15J; Cupido in schöner 
Seine Entwickelung ist zwar eine sehr blauer Gewandung, den Pfeil in der rech: 
unmerkliche, aber unbedingt sicher fortschrei: ten Hand, beugt sich sinnend zu der an: 
tende, in den Thematas stets mit Vorliebe mutigen Gestalt hernieder. In allen drei 
zu Chaucer zurückkehrend und vor allem Bildern liegen bestimmte Verse aus dem 
so in der Auffassung wie ihn Morris ex: ,,Earthlx Paradisets den entworfenen Sze: 
poniert. nen zu Grunde. Jn ,,Pan und PsycheU 
Selbst da, wo der italienische Einfluß lautet die Erzählung kurz folgender: 
bei Burne:Jones die Oberhand gewinnt, maßen: Psyche, untröstlich über den Ver: 
wird sich fast immer noch an seinen ge: lust ihres Geliebten, wirft sich in den 
liebten Chaucer oder an König Arthur ein Fluß; dieser aber will, daß sie lebt und 
Anklang sinden:: Die Engländer sagen geleitet sie sanft auf eine Wiese, von der 
mit voller Berechtigung: Wenn Burne: Pan, der Hirt, seine Blicke über das 
Jones eigenartige, schöne Kunstwerke schafft, Wasser schweifen läßt. Pan kniet auf 
die keine allgemein anerkannten Regeln der einem Felsen in der Landskhaft, beugt sich 
Kunst verletzten, so ist es gleichgültig, ob er zart aus die dem Wasser entsteigende Psyche 
Homer und Virgil mit keltischer Phantasie herab und legt seine Hand auf ihr Haupt. 
zur Anschauung bringt. Es hat Zeiten Diesen ganzen äußeren Hergang hat Burne: 
gegeben, in denen auf dem Kontinent Jones meisterhaft ver1ieft und seelisch 
Homer gegen Virgil, Shakespeare gegen empfunden, indem er alles Geschehene in 
Voltaire und die großen deutschen Helden: einen einzigen Hauptmoment zusammen: 
sagen gegen die oberflächlichften geistigen faßt, den er in den Gesichtsausdruck der 
Produkte zurücktreten mußten. Warum beiden handelnden Personen hineinverlegt, 
sollen König Arthur und Chaucer als und durch den er uns nicht nur die augen: 
nationale Größen in Burne:Jonesi Phan: blickliche Situation erkennen läßt, sondern 
tasie nicht die erste Stelle einnehmenP Ich auch die frühere erklärt. Der ängstlich 
bin der Ansicht, daß es im Jnteresse der fragende, forschende und gespannt ekwak.. 
Kunst liegt, jedes eigenartige Talent, welcher tungsvoll auf Pan gerichtete Blick des 
Richtung es sich auch zuwendet, zu pflegen liebenden, jungen Mädchens ruft dessen 
und zu fördern, aber weder zu hindern, Reue, Mitleid und von neuem seine Liebe 
noch gar zu brechen, denn allein ausge: hervor. Dadurch, daß Pan die Hand auf
        

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