Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Neue Wege zur künstlerischen Erziehung der Jugend
Person:
Tadd, James Liberty
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-639272
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-640392
Zchntes 
Kapitel 
fertiger nnd in besseren Verhältnissen zeichnen, aber meine Absicht geht dahin, 
das Gefühl für Verhältnisse Und Anpassung gleichsam in die Hand zu legen. 
Es scheint zum Erstaunen, wenn n1an sieht, wie Kinder ihre s,Hände zwingen, 
dem Geiste zu gehorchen und an1 Ende jede Bewegung fließend und genau 
machen; aber es ist nicht so überraschend, wenn man die Wege und Stege 
 dahin kennt nnd sie selbst schon gegangen ist.   
Die hier gezeiclmeten Blätter sind Kunstformen. Einige Lehrer 
werden jetzt einwenden, es sei wichtig, die Naturforn1 vor der stilisierten 
zcichnen zu. lassen. Da es uns aber vor allen Dingen daraus ankommt, die 
Hand leicht und gewandt zu machen, so dürfen wir die Kinder nicht gleich 
mit den tausender1ei Einzelheiten der Naturblätter plagen. Können sie jedoch 
nach genügender Übung typische vereinfachte Blattf0rmen in beliebiger Lage, 
von jeder gewünschten Größe zeichnen und damit einen gegebenen Raum aus: 
füllen, so macht ihnen die zur Darstellung des Naturblattes nötige I,Frfasfung 
der Einzelheiten Feine Schwierigkeit. 1Vjr müssen, wie Michel Angeld sagt, 
über das Nehensächliche in der Erscheinung der Dinge hinwegsehen, um das 
1Vesentliche zu erfassen. 
Die geübten 1Einzelforn1en werden Von den Schülern zum 1Fntwerfen von 
Muftern verwendet. Von vornherein ermutige der Lehrer die Kinder, sich 
schöne Muster zusammenzuitellen. Die Fähigkeit dazu steckt im Kinde; man 
tunc; ihr nur Gelegenheit zur Entfaltung geben.
        

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