Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Neue Wege zur künstlerischen Erziehung der Jugend
Person:
Tadd, James Liberty
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-639272
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-640762
Ab b. 
Und 
154 
155. 
Innereo 
Und 
Äußeres 
einer MUfchel 
Vier3ehntes Kapitel 
L Zeichnen nach der Natur L 
L Und aus dem Gedächtnis K 
. ie Natur hat die besten Entwürfe. Unsere Schüler müssen eine be: 
trächtliche Anzahl von Natureindrücken in sich aufgenommen haben, 
ehe wir von ihnen erwarten können, das; sie selbst erfinden. Denken 
wir Z. B. an Muscheln. Es ist fast unmöglich, eine neue Muschel ansz1idenken; 
das ganze seld scheint von der Natur erschöpft zu sein. Es giebt dicke, 
dünne, lange, schlanke 1md kurze Mnscheln, solche mit Spitzen, Dornen, Aus: 
wüchsen  bis ins Unendliche. Ehe man Muscheln zeichnet, ist es für Lehrer 
und Schüler wünschenswert, einige schematische Zeichnungen davon zu machen. 
Das U7achsen der Muscheln wird durch Erweiterung der Umrisse angedeutet. 
Man kann so in den Schülern großes Interesse für den Bau und das 
U7achstu1n der Mu.schel erwecken. Es ist ratsam, ihnen zu erklären, wie und 
wodurch die Musche1n verschiedene sonnen annehmen, von der flachen, der 
zackigen, bis zur spitzen und spiralförmigen. Zuerst müssen einfache Grund: 
formen gezeichnet und M11scheln von einfachster 8orm studiert werden, wie 
die Iakobsmuschel, die Spiralmuschel, die Auster. Wenn einige hiervon paar: 
weise oder gar doppelt gezeichnet werden, so entsteht ein noch interesTanteres 
Bild, und die Kinder begreifen die Verwandtschaft zwischen den wirklichen und 
den idealisierten Muschelformen der Ornamentik. 
Es ist eine gute Übung, an der Wandtafel 8reihandzeichnungen nach 
einer in der Hand gehaltenen Muschel zu machen, und zwar von verschiedenen
        

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