Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Angelico da Fiesole
Person:
Wingenroth, Max Fiesole, Angelico/da
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-630809
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-631614
Ausnahmen können konstatiert werden  und ihre Auswahl ist höchst bezeichnend. Dies 
Fehlen des Porträts, sowie porträtartig indi1kidualisierter Gestalten, ist noch ein Stück 
Erbschaft der Giottoschule und dem Frate mit Ghiberti und Luca della Robbia gemein: 
sam; daher haben ihre Werke großen, klassischen Stil, was schon von denen der nächsten 
Nachfolger nicht mehr gesagt werden kann. 
Ähnlich wie der menschlichen Gestalt, steht Angelico der Landschaft gegenüber. 
Eingehendere Naturstudien hat er nie gemacht. Hie und da bringt er wohl eine wirkliche 
Landschaft auf seinen Bildern an: zwei Beispiele lernten wir bereits kennen. Aber 
auch da ist von Malen nach der Natur nicht die Rede; es sind Gegenden, die er jahre: 
Al1b. 62. Martyrium der Heiligen Cosmas und Damiano. 
des Hodhaltarbildes für S. Marco in Florenz, je13t in der Alten Pinakothek in München. 
CZu Seite 72.J 
lang vor Augen gehabt, die sich seinem Malerauge fest eingeprägt hatten und fast 
unwillkürlich von seinem Pinsel wiedergegeben wurden. Wohl oft mehr zufällig und 
unbewußt, wie auf dem Bilde der Kreuzabnahme, das die Erinnerung an die Berge 
von Florenz und Fiesole wachruft, ohne daß der Meister wohl ein wirkliches Kons 
terfei derselben hätte geben wollen, während diese Absicht auf andern Bildern deutlich 
ist. Bekannt vor allem die Predelle mit der Heimsuchung in Cortona, auf der er die 
Gegend des Trasimener Sees deutlich nachbildete, die auch sonst noch in seinen Werken 
wiederkehrt. Das ausgesprochene landschaftliihe Erinnerungsbild tritt uns hier zum 
erstenmal in der Florentiner Kunst entgegen; Angelico ist in dieser Hinsicht einer ihrer 
großen Neuerer gewesen. Aber nie hat er die Struktur der Landschaft klar erkannt, sie 
ist auf seinen Bildern nahezu ebenso unvollkommen, wie bei der ausgehenden Giottoschule.
        

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