Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Angelico da Fiesole
Person:
Wingenroth, Max Fiesole, Angelico/da
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-630809
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-631348
Schönheit der Form nie verloren ge: 
    I gangen; in den religiösen Vorstellungen 
F, sowohl des Volkes, wie der höchsten Leuchi 
   Leu dk;r Kirche hat fix, ilhre n;irkecnde Kraft 
     ewa rts es war aJer 1ir Jaus im 
: Es   Geiste selbst des kirchlich so strengen Domii 
       nici, wenn Angelieo bestrebt war, seine 
     heiligen Gestalten stets schöner und schöner 
;    Vs,zJjss.;VsV7  zu bilden und den leuchtendsten Farbens 
 H   Auch im Sinne des oft mißverstandenen 
     r; Savonarola, der sich häufig über diesen 
 O       Punkt geäußert hat und hinzuzufügen 
s,  ,EV      pflegte: ,,Das Wahre, Gute und Schöne 
 Hi    J   ist in Gott und strahlt von ihm auf seine 
    D  Kreaturen zurück.tt Doch meinte der Frate 
        IF damit eine der Wirklichkeit entrückte, sos 
          zusagen Überirdische Schönheit, und mehr 
   I   .  wie ein anderer wußte Angelieo diese zu 
         malen. Desgleichen suchte er in der Farbe 
,     It J  seinen Bildern höchsten Feierglanz zu ver: 
         leihe1i und erreichte durch Nebeneinanderi 
 ,      stellung feinster Nuancen zarteste Wirkungen. 
T THE      Auch darin liegt ein Teil seiner Bedeutung 
      ;;Jj   für die Florentiner Malerei, daß er eine 
,         ganze Reihe non Farbenabstnfungen ans 
   II  ; wandte, die seinen Vorgangern fund Zeit: 
     genossen unbekannt waren.sSeine Technik 
     sTemperaJ war eine äußerst sorgfältige 
       und solide; wo durch äußere Einflüsse die 
      Bilder nicht zerstört sind, ist ihre Ers 
    haltu1ig daher vorzüglich, sie sind frisch 
VIs:FF T,;s.jTVY  U  wie am ersten Tage und können noch 
    Jahrhunderte überdauern. Diese Erhals 
I  z:       tung ,,verkündet sich in jenem matten 
       Glanze, welcher aus der Verhärtung des 
     Bindestoffes entsteht und bei unberührs 
     ten Temperagemälden die ganze Oberfläche 
  T   mit einem frischen und 1innachahmlichcn 
     , Schmelze iiberziehttt. CRumohr.J 
        Der ganze Duft zarter Legendendichtung 
     liegt über den bisher geschildertencEj3Lldern, 
    VV    und wir erinnern uns unwillkürli aran, 
  J daß der Verfasser der Legenda aurea eben; 
III     7  falls ein Dominikaner war, sowie an die 
  damals still und zart blühende Dominis 
Abb. 35. E:1xHic1l  Tabernatel kanerdichtung. .Wirft.man aber einenuBlick 
      
und andere, so glaubt man in Angelieo 
und seinen Gesinnungsgenossen eine starke Ausnahme sehen zu müssen, und es hat daher 
nicht an Schriftstellern gefehlt, die eine besondere mystische Malerschule konstruieren und 
durch die Jahrhunderte nachweisen wollten. Mit Unrechtl Jeder dieser Maler war ein 
Sohn der einigen Toskanerschule und eignete sichhvon den Richtungen seiner Zeit das an,
        

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