Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Angelico da Fiesole
Person:
Wingenroth, Max Fiesole, Angelico/da
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-630809
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-631035
Einwirkung des heiligen Franz auf die gesamte Kultur des dreizehnten Jahrhunderts 
ist nicht zu leugnen, Religiosität und Gefühlsleben wurden durch die Wunderwirkung 
dieses Mannes vertieft und verinnerlicht, dem persönlichen Verkehr des einzelnen mit 
der Gottheit eine gesteigerte Wärme verliehen. Und die bildende Kunst dankt der Gestalt 
und der Legende des Heiligen von Assisi wohltuende Erfrischung, neue Belebung und 
Förderung. Aber was der liebevolle Genius eines Franz anstrebte, es mochte wohl in 
ihm und seinen echten Jüngern mächtig wirken, in die Konstitutionen eines Mönchordens 
gebannt, konnte es demselben doch kaum die geistige Überlegenheit über die andern 
Abb.2. Triptydhon in der Pitti:Galerie zu Florenz. 
Nach eii1er Originalphotographie von Giacomv Brogi in Florenz. CZu Seite 17.d 
Orden verschaffen. Und so sehen wir denn, daß schon bald, in der Mitte des dreizehnten 
und dem Beginne des vierzehnten Jahrhunderts, die Dominikaner einen wesentlich 
größeren Einfluß auf das Geistesleben der Zeit sich zu erringen wissen. Mächtige 
Zeugen dafür sind die obengenannten großen Denker. Allüberal1 war der Predigerorden 
bestrebt, mit seiner Zeit geistig fortzuschreiten. Zahlreiche große Dominikanerschriftstellsss 
in der Vulgärsprache treten auf; eifrig bemühen sich die Mönche um die Kommentierung 
des großen Dichters der Nation, Dantes. An den Universitäten lehren schon seit 1230 
viele Dominikaner; in allen geistigen Angelegenheiten reden sie ihr gewichtiges Wort mit. 
In ihrem großen Plane fand auch die Kunst ihre Stelle; als Mittel, die Seele 
zu erheben und durch die bildliche Darstellung der Passion und der Legende die Ges
        

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