Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklin
Person:
Ostini, Fritz von Böcklin, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-626016
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-626259
MEXEEXEEEEXEEEEEs Bd Bd LETTER O O O O O O CctctctctctctE O 
wie hart, wie müh:  M      
sam so viele Maler    il        
um einen Gedan:          J 
ken ringen, Maler,      
die einen tüchtigen        
SchuIsack voI1hcmd:    :  :    
werklichen Könnens        Y37Tss,  J z.  
erworben habenl H,       
Man muß nur wiss    N  di    
sen, wie verhältnis:     
mäßig selten die   S.    
Gabe einer frucht:   I  il   
baren Phantasie ist,    ,  J;.zcIÄs 
wie phänomenal sel:   F 
ten aber die Gabe      
einer so unausschöpf:  H is   
baten Phantasie, wie s  T   
sieeinVöck1in besaß:  :  Z.   
Und wievielhäufiger    I    J 
dieGabegroßerMei:    , S;  
sterschaft im Hand:  s     
werklichen ist   H     
,,HandwerklichesU,      AK   
notabenel durchaus       T  
nicht in herabwürdi:   M  H; 
gendem Sinne ge:  J     
nommenl Und wenn        
man das weiß, kann     ,       
manüberdieGering:  J  E  
schätzigkeit, mit der     
schon über Vöcklins il       
literarische Art ge:  s 
sprochen worden ist,   
herzhaft lachen. Eine 
große Reihe seiner 
Vilderbedeutetschon 
einfach der Jdee nach 
eine grandiose kiin t:      
Wäsche Tat , Rüste Abb.5. Syrinx weht vor  zu Dresden. 
,,Toteninsel0, sein 
.,SChWeigen im Waldes, ,,Das brennende Schloß mit den PiratenU, ,,Die Meeres: 
ftilIeU, ,,Der Ritt des TodesH, ,,Der panische Schreckens, usw. usw. Es sind freilich 
Gedichte, die uns der Meister da schenkt, aber wundervolle Bilder zugleich, und ana: 
Iysiert man sie, so kommt man darauf, daß eben nur ein großer Dichter so malen 
und nur ein großer Maler so dichten konnte. Nein, wir wollen uns diesen großen 
Maler nicht durch den Vorwurf verkleinern lassen, er sei ,,blosz ein Poettt gewesen2 
Dieser Künstler von so iippiger VorstelIungSkraft, eine Natur, die in allen ihren 
Äußerungen glühende, blühende Farbe war, stammt aus einer merkwürdig nüch: 
ternen anregungsarmen Welt. Böcklins Vaterstadt ist Basel, eine HandelSstadt, 
wo, wie ja in allen solchen Städten, das Trachten der Menschen auf Erwerben 
und Festhalten von sicherem BesiZ iiberwog und ihr Jdealismus in bürgerlichen 
Tugenden, kaufmännischer Rechtschaffenheit sich genug tat. Auch ein gewisser pie: 
tistischer Zug von äußerlicher, biedermännischer Religiosität fehlte nicht  alles 
in allem war die Atmosphäre der sonst in manchem recht opferfreudigen und
        

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