Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklin
Person:
Ostini, Fritz von Böcklin, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-626016
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-627444
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zugewendet und allerhand Schönes und Merkwürdiges zusammen mit seinem talent: 
vollen Schwiegersohn Peter Bruckmann ausgeführt. ,,Die Brunnenherme mit 
dem FroschkönigU CAbb. 103J ist wohl die merkwürdigste von diesen Früchten ge: 
meinsamer Arbeit. Böcklin interessierte sich lebhaft für das Werk, das er selbst 
bemalte. In Berlin ist die phantasievolIe Herme auf Wunsch der Kaiserin Friedrich 
dann von der Ausstellung weg in den Keller gebracht worden. Und ein Pendant 
dazu, ein Meergott, ging mit einem Gorgonenschild und einer lichttragenden 
Sklavin 1885 auf dem Wege zur Berliner AusstelIung für farbige Plastik zu: 
grunde. Der Gorgonenschild wurde mit Bruckmann zusammen ein zweites Mal 
hergestellt. Auch ein paar Reliess, von Böcklin bemalt, von seinem Schwiegersohn 
modelliert, existieren und eine auf gleichem Wege entstandene Büste von des 
Künstlers Gemahlin. Arnold Böcklin war, wie erwähnt, ein leidenschaftlicher Ver: 
fechter der Polychromie in der Bildhauerkunst, worin ihn sein Studium der Alten 
nur bestärken konnte. ,,Die alten Griechen mit ihrem ausgesprochenen feinen 
Farbengefühl hätten sich bedankt für solch weiße Gipsgespensterl Das ist nur so 
eine Idee der Herren Kunstgelehrten. Die alten Statuen waren alle mehr oder 
weniger polychromlH sagte er. 
Im Herbst 1891 kam Böcklin mit einer Krankheit der Atmungsorgane von 
einer Reise nach Berlin zurück  er war während der sogenannten Züricher Zeit 
überhaupt mehrfach auf Reisen  und im Frühling darauf traf ihn der erste 
Schlaganfall. Er suchte Heilung an der Meeresküste des Südens und fand sie 
auch. In einem seltsamen Fall einer sehr lästigen Erkrankung, über die sich die 
Ärzte erst durchaus nicht klar waren, brachte ihm ein Seebad plötzliche Erleichterung. 
Er hielt sich wiederholt in San Terenzo am Golf von La Spezia auf, wo jene 
,,Villa am Meers, mit dem bunten Teppichbeet über den wilden Strandfelsen 
und 1893 das etwas bunte ,,SelbstbildnisH des Künstlers an seiner Stasfelei 
entstand, dann in der Villa Torre Nossa bei Fiesole und anderen Punkten. Der 
stete Wechsel des Wohnsi3es in dieser Zeit hängt vielleicht auch mit dem Suchen
        

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