Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Münchener Malerschule in ihrer Entwickelung seit 1871
Person:
Rosenberg, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-624446
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-625385
 
Wilhelm 
jEind1ensrlxmik 
und 
seine 
Hrlxule. 
YC8fy,T;Flngefähr parallel mit der Entwicklung Pilotys  Freischar, 1861 den ,,Tod des Franz von SickingeuU nnd 
   läuft diejenige von Wilhelm Linden:  1862 vollendete er zwei Kreidezeithnungen, die ,,Stiftung 
 U schmit, welcher sich ziemlich unabhängig  der Gesellschaft JefuU nnd das ,,Gesprach der sJkeformatoren 
L, 33sY7H  von jenem erhalten nnd ebenfalls eine zu MarburgU. Mit der letzteren Komposition betrat er 
 M. umfassende, wenn auch minder geräusch:  zuerst ein Gebiet, in welches er sich bald so völlig ein: 
  volle Lehrthätigkeit geübt hat und mit  lebte, daß es ihm gelang, den wahren Geist des Refor: 
  steigendem Erfolge noch gegenwärtig als  mationszeitalters mit der Objektivität des ernstenHistorikers 
.  Professor der Historienmalerei an der  zu erfassen und im Gegensat,;3e zu der nach theatralischen 
U Münchener Akademie ausübt. Während  Wirkungen strebenden Art Piloths nnd der Seinigen eine 
Piloty anfangs an Rubens anknüpfte, s6hlof3 sich Linden:  Reihe von wahrhaft geschichtlichem Leben erfiillter Bilder 
schtnit enger an van Dhck an. Geboren am 20. Juni  zu schaffen. Aus dem Stadium des Experimcntierens kam 
1820 u Mün en als der er jedoch erst heraus, als er 
Sohn ges gleich:Pamigen, von  1863 nach München über: 
der cornelianischen Richtung   siedelte und in dem dortigen, 
beeinflnßten Geschichtsmalers,  A,   schon reich entwickelten Kunst: 
genoß er zunächst den Unter:  . leben seine eigfefnenlKriifte Hin 
ri t des Vaters, dann den    : fremden ZU MS en TM es EIN 
des Münchener Akademie und Js;ssJ,J   les seiner Malweise schloß er sich 
seit1848 den des Snidetscheu   zunächst an die f;cmzösische1; 
Institutes U wnk Mk H, M.   II  Koloristen an, in em er an 
Zon da gi1äigFr auf die Am:  die Gewinnung und Wirkung 
werpenerAkademienndschließ:    ; eines Gesamttones hinarbei: 
lich nach Paris. Er hat Ftlso ;   tete, der die Lokalsarben zu 
alle Etappen durchme sen,  Z    nentralisieren und zu harmo: 
welche nach damaligen An:       E  nisieren hatte, und zugleich ein 
schaUuI1geUzUr ErVeickJUngder    V    I se Gewicht auf Entfaltung des 
VVYIEU SUWMe kDYOViskilcJEU  s       Y  Helldunkels legte. Nachdem 
Kdsmeiis siihrte:i. In Paris        er sich ziinsic1ast eines Kunst: 
make er OTTO seine Alten VIII  W händleranftrages, der Kompo: 
der von Bedeutung. s,Herz0g ff U   sitiou einer deutschen Ruhmes: 
Alba bei der Gräfin von Wilhelm LmdWd7Wti halte, so gut es gehen wollte, 
RudolstadtH und ,,Die Ernte Cbeide in der Knnfthalle zu  entledigt 11nd die oben erwähnten Kreidezeichnungen in sJl 
HamburgJ. 1853 kehrte er nach Frankfurt zurück, wo er  ausgeführt hatte, schuf er bis zum Jahre 1876 eine lange 
bis 1863 seinen Wohnsitz, behielt und Landschaften, Genre2  Reihe Von Bildern aus der Geschichte der Reformation 
bilder und Jllustrationen zu deutschen Klassikern ansführte. und ihrer Vorkämpfer in Deutschland, Holland und Eng: 
1858 zeichnete er einen großen Karton, ,,Franz I. bei land, welche meist durch echt hifk0VlsCkJE HAlkUUg UND Fei11s 
Paviass Am germanischen Museum zu NiirnbergJ, 1860 f heit der Charakteristik in hohem Grade sefselten, aber durch 
malte er eine Episode aus der Geschichte der Liit,3ow7schen  einen allmählich immer bräunlicher, grämlicher und krank:
        

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