Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Münchener Malerschule in ihrer Entwickelung seit 1871
Person:
Rosenberg, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-624446
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-624891
 XATEEx END 
Die 
F5rlxule 
P ANY; as weitere Schaffen Hans Makarts, das  war der Maler der ruhenden, in sich selbst geniigsamen 
W  wir bis zun1 Jahre 1873 verfolgt haben,  und andere durch ihr Dasein erfreuenden und sättigendeu 
T, H,  gehört zwar streng genommen nicht in den  Prachtfiille, und deshalb erging er sich mit Vorliebe in 
II . Bereich dieser Darstellung. Da es sich  Schilderungen von Festen, Triumphziigen, Bacchanalien 
 zFED jedoch im wesentlichen auf die in der  und Allegorien der Üppigkeit und des Sinnenlebens. 
Yes,  Schule Pilotys empfangenen Eindrücke Bildet auch in solchen Darstel1ungen einmal eine mhtho: 
F  gründete nnd einen vorzeitigen Abschluß logische oder geschichtliche Figur den Mittelpunkt CAntonius 
O K O fand, welcher das Endurteil.erleichtert, und Kleopatra; die Jagd auf dem Nil; Kleopatras Tod; 
s  O O O wollen wir es hier charakterisieren. Es die Jagd der DianaJ, so kam es Makart dabei nicht auf 
ist um so mehr gerechtfertigt, als Makart Wien mehr ge:  die charakteristische Herausbildung einer oder mehrerer 
geben als er von der Donaustadt empfangen hat und als  bestimmter Persönlichkeiten an, sondern das historische 
er WITH Nach seinem SCk1eideU   Motiv war ihm wie jedes an: 
von München auf die dortige   dere, aus der Phantasie frei 
MAIeVek Wie OUf diejenige Ganz   entsprossene nur ein Vormund 
Deutschlands von Einfluß ge:   ff zur Entfaltung seiner gewöhn: 
worden ist. Dieser Einfluß    H lichen Reizmittel. Ja sei, 
ist jedoch nur ein rein außer: ,;s  nem dekorativen System konnte 
licher, auf gewisse Farbeneffekte    er nur das Materielle, nicht 
und dekorative Anordnungen  J  das Geistige der Menschen 
beschränkter gewesen, wie denn   brauchen. Enthiillte oder nur 
Makart nur ein äußerliches   I leiiht drapierte, schöne Frauen, 
Talent war, das niemals in     und Kinderkörper bilden die 
das Wesen der Dinge nnd in     Gruudtöne seiner Farbensym2 
den Geist der Personen ein: ,   J phonien. Jn Gemij1den wie 
Drangs Die 9efcJiCkJkIkcJeU MOs    se    die isFÜUf Sinnes, durch nackte 
Ave, Welche er MAY ZUfAU UND    di  Frauengestalten personisiziert, 
LWHVäWes Waren WVOe   II  der isSDmmerss. eiiiFrauenbad. 
Wände für seine koloristischen  :   H; XX der ,,FkzjHHngsi, die ,,Vier 
Phanmsjm Selbst der YOU: J.  J0hVCszeiteUH, der ,.TraumH 
welchem noch am meisten ge:   das nBacchusfest.. sprizht sich 
fTkJkEhk1kcJes Leben V0khAI1deUifki      das glänzende dekorative Genie 
kommt Über eiU fC1VbeUPkäChI fis  Makarts am reinsten aus, ohne 
tiges Ceremonienbild nicht hin: J  is  das; der Mangel an geistigem 
aus. Makart blickte wohl gern Hans MakLm. Leben die heitere Formen: und 
zU RUbeUZ hkUAUf; Aber die Farbenwelt leer und kahl er: 
dramatische Kraft, welche doch erst die Historienmalerei über  scheinen läßt. Jn diesen Werken trat auch die frühere 
das glänzende Schaustück cmporhebt, war ihm versagt. Er  Neigung Makarts zu krankhaften For1nenbildungen und ab:
        

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