Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
von K bis Z
Person:
Sulzer, Johann Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-616996
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-623895
V var 
mittelbar tIur.aufsdenHVeti7and. Wie vielXGe: 
 fchmak und WEmpy7ndung ein Künstler haben mag, so 
muß noch Verstand ut3d Bein3theilungshinzukommen, 
 weht er etwas marhenssoll,4 das Durch Vol1kom: 
men1;eic gefällt.    
 .V o r h a I t.s  
 c Miil7I:J 
Eine ,Disso,nanz die in einem Akkord eine Zeitlang 
die Sielle eHinerConsonanz vertritt und bald in dies 
selbe übergehtD Es if: bereits andersivo erinnert 
tvordkn, woher es komme, daß in der Fortschrei: 
 tUng der Harmonie ein Tonioder mehrere, die zu 
 einein vorhergehenden Akkord gehören noch auf dem 
folgenden eine Zeitlang liegen bleiben, und die 
Stelle andrer zu den: Acrord gehöriger Töne einneh: 
O G. men.iXJ. Wir haben diese Vorhalle zufällige Dis: 
 sonai1zen.genennt, weil sie zu der Harmonie, oder. 
zu dein Akkord, in dein sie flehen, nicht gehören, 
 sonderniiur zufälliger Weise, weil ne schon da lie2 
gen und der Uebergang Von ihnen auf die dem Ae; 
tord ivefentlichen Töne, eine gute Würkiing thut, 
beyHehalten iverden., Dadurch untersii,ielden sie lich 
 von der wesentlichen Diisonanz, dielals ein noch; 
  ivendiger Ton zu dem Akkord gehört und vor lich da 
sieht, da die Vorhalke nur eine Zeitlang die Stelle 
 andrer. Töne vertreten. Z. P. 
 V o r 1241 
Der Vorl;alt ist vonhdem Vorschlag darin verfehle; 
den , daß dieser nicht von der.6orhergehenden Harz  
monie liegen bleibet, sondern ohne diesesVorbes 
reetung vor dem eigentlichen Ton, den man bös 
ren sollte, angeschlagen wird, und diesem hernach 
Plaz macht.  
Die Vorhalle kommen nur in dem sogenannten 
schweren oder strengen Styl vor, wo sie wegen des  
empfindlichen DciTonirens Karte Würkung thun. 
Es iß aber dabei; in Acht zu nehmen, daß der Vor: 
halr.nicht länger danke als die Consonanz , an die 
er gebunden ist. Man kann wol eine kürzere Rote 
an eine längere, aber nicht eine längere an eine 
kürzere binden. Auch til es eine wesentliche Eis 
gensa;afc des Vorhalts, daß er nur um einen einzigen 
Grad Von der Consonanz, an deren Stelle er sieht 
entfernt sey.  
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7Ein VorhaltIko1nmt immer auf der guten Zeit 
des Takts, damit das ;Dissonircn fühlbarec sey und 
 tritt auf der darattf folgenden schlechten Zeit in die 
 CosifonatIz1Jib7sr, deren Stelle er vertreten bat, als 
die O.uarte in die Terz, die Rone in die Oktave u.Lf. 
V o r f eh l a g.  
c Mtn1I.J  
Ein Ton der in der Melodie zur Verzierung, als 
eine Stufe von der man auf den eigentlichen Ton,  
der folgen sollte, kommt, angeschlagen wlrd.. Er 
ist allezeit die Ober; oder 1lntetsecunde des Tones auf 
den man gehen will. In der Harmonie kommt der 
Vorschlag nicht in Betrachtung, denn et dtenet blos 
zu den melodischen Vetsztctungen. Der Vorschlag 
hats tetne beßin1mte Dauer, sondern wird, nach 
dem der Vortrag dem Charakter des Sinkt; zufolg 
es erfodett, bald länger, bald kürzer gemacht. Er 
wird deswegen auch mltskleinen besondern Roten ans 
gedeutet, deren Geltung selten beitiunne tvlrd.z. B. 
   
 :F: 
   
Gar viel Vorschläge aber werden Von Sängern und 
Spiehlekn ohne Voisscbrift des Tonsezers gemachk 
Sie.haben sich aber dabey in Acht zu nehmen, daß 
sie nicht zur Unzen und nicht zu ofte hintereinander 
kommen. Was hierüber anzumeisken ins Andre 
man in Hrn;Bachs Versuch über die wahre Art das 
Clavier zu spcehlen, vollkommen gut angezeigek TO. O S. 
Wir merken nur noch. an, daß ver Vorschlag un: M. fs fs 
aussieblich sey, ver von der Rotte zur Oktave vom 
Baife ganz am Ende genommen wird, besonders 
wenn man ihn, wie öfters von gefühliofcn Spieh: 
seen geschieht, Iiark angiebt, und so lange hält, 
daß
        

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