Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
von K bis Z
Person:
Sulzer, Johann Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-616996
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-622845
1136 
Taf 
Tat 
U .Der.Dreyzweyteltakt,, Z.  
2J Der 5Dreyvierteltakt, E; und 
3J Der Dreyacbteltakt, F; zu welchen noch 
4J Der Dreysecbzehnteltakt, k5zsk, gerechnet wer; 
den könnte, der, ob er gleich nicht im Gebrauch ist, 
doch in der That der einzige ist, der den äußerst 
leichten und geschtvinden Vortrag vieler englischen 
Tänze, die insgemein in Zsgeschrieben sind, am richi 
tigsien bezeichnen würde. Denn bei; dernatürlichen 
Bewegung des Z, oder eines Passepieds, fühlt man 
außer dem .Hauptgetvicht der ersten Taktnote noch 
ziemlich deutlich das Gewicht der übrigen Zeiten; 
auch verträgt dieser Takt Sechzehntheile: hingegen 
vereinigen sich die drei; Zeiten des 73zs ganz in einer. 
einzigen Zeit, undiman kann nur eins beh jedem 
Niederschlag, aber nicht drey zählen; dies ist der 
Fall bei; den erwähnten englischen Tänzen und nie. 
ten andern Saiten, die in Fgeschrieben, und we: 
gen ihres flüchtigen Vortrages keine Seii;zehntheile 
in sich enthalten können.     
Werden die Hauptzeiten der ersten dran dieser 
Takte in ein Gedrittes getheilet, wie oben bei; den 
geraden Taktarten, so entstehen noch folgende Trii 
peltakte:  
II Der Nennvierteltakt, Z, ans dem Z. 
2J Der Neunacl1teltakt, E, aus dein Z; und 
3J Der Neunscd7zebnteltakt, YOU aus dem F, 
die noch weit lebhafter, als ihre Rebentakte von 
Charakter, und daher zum fröhlichen Ausdrnk vor; 
züglich geschikt sind; doch behält der E wegen seiner 
größern Rotengattungen und seines schweerercn 
Vortrags noch einen gesezten Gang, der der Kirche 
anständig ist; der F hingegen ist weit hkipfender, 
und wird hauptsächlich zu Giquenartigen Stüken 
gebraucht; der H. ist äußerst tändelnd und lebhaft. 
Alle bisher angezeigte Taktarten sind von der Be, 
schaffenheit, daß jeder Takt derselben nur einen Fuß 
ausmacht, der aus Theilen besteht, die unter einan.s 
der an innerer Länge und Kürze verschieden nnd. 
Eigenklich hat jeder gerade Takt zwei; Haupttext: 
theile, deren erster lang, nnd der wehte kurz ist. z,B. 
Gewicht, und die Viertel verhalten sich unter 
tvie.die.Taktcheile. Z. B.  
sHss.ssPsHss 
Cnsge1 prejssen dich. 
Besteht der Takt aus noch kleineren Theilen, aus 
Achte1n, so ßnd auch diese an inneklicher Quantität 
Von einander unterschieden. Z. B.  
sHsEsesgsss5sssissEsss 
iEc, der alt les ordsuet und er s hält. 
Aus dieser lezten Vorstellung wird die Verschieden, 
heitIder längern und kürzerer Theile eines geraden 
Takts deutlich. Die ersie Rote hat das größte 
Gewicht, weil jede Rotengatkung über ihr lang 
erscheine: und gefühlt wird. Da die Sthlußnote ei: 
nes Stüks, oder einer Periode, allezeit eine wich: 
tige Rote sehn muß, so kann sie in allen angezeigk 
ten geraden Taktarten nur. auf der ersien Note des 
Takte; fallen, und den ganzen Takt durchdauren, 
wenn der Schluß vollkommen seynsol1. Ueberhaupt 
müssen die .Hauptaecente einesiSazes allezeit auf der 
ersten Rote des Takts fallen; die weniger wichtigen 
Actente fallen auf der ersien Rote der ztveyten 
Hälfte des Taktik; und auf den übrigen Theilen 
nach Beschaffenheit ihrer innern Länge;und Kürze, 
die Töne ohne Accent und die durchgehenden oder 
ganz kurzen Roten. Hieraus erhellet, daß die 
Theile oder Spitzen der muiikalischen Füße weit man; 
nigfaltiger an der innern Quantität sind, als der 
poctischen; und daß ein,Poet, der rnuiikalische Verse 
machen will , nicht allein auf die Länge und Kürze 
der Sizilien, sondern zugleich auf die Aecente der 
Hauptwerke sein,Augentnerk richten müsse, damit 
sie in jedem Vers auf der rechten Stelle .vorkommen; 
Die Verschiedenheit der innern Quantität der 
Taknheiie in der ungeraden Taktart ist ans folgen; 
der Vor1iellung zu sehen:  
.sssssissssssss4sstH.7s7Tä71 
  Herr: mein Gott: 
Werden die Roten aber in kleinere Gattungen einge; 
theilt, F. Viertel im Allabrevetakt, so erhält die 
erße Note des zIveyten Takttheiles Wen ein größeres 
Die Anwendung von der Behandlung 4dieserTaktt 
weile
        

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