Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
von K bis Z
Person:
Sulzer, Johann Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-616996
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-622180
1o70  Sxe P 
fälligcn Septitne gesagt werdens, kein Zweifel mehr 
übrig bleibt, wie der Septimeniiccord von dem Ae: 
cokd der zufälligen Septime zu unterscheiden sey; 
so iß doch in dem einzigen Fall, wenn die Auflösung 
der zufälligen iSeptilne erst auf der folgenden Hals: 
monie geschieht, und der Akkord dadurch das Linse: 
hen erhält, als ob er wesentlich wäre, noch folg 
gendes hauptsächlich szli merken.  
SeP 
Der zufällige, Septitnenaccord kann nur entsie: 
hen, wenn bei; dem Quinisextaeeord dieiSeptime. 
ein sVorhalt der Sexte wird. Geschieht dies bei; 
dem Sextaceord, so wird der Accord uneigentlich 
der Sepiimenaccokd aenennet, weil er keine Quinte 
neben lich leidet; er kann daher.niemals mit dem 
Septimenaccord verwechselt werden. Bett diesem 
tritt der Baßton bei, der Auflösung der Septime 
ans natürlichsien in den Grundton des Drenklanges 
seiner Unterquinte; nach dem zufälligen Septimen; 
 accord aber in den nächsten halben Ton über iich. 
Z. B. 
 7 it L.  
 
: In dem ersien Beyspiehl ist der Septimenactord der 
 wesentliche Grundaccord; in dem zwehten aber der 
vorgehaltene Quintsextaecord, der aus der ersten 
Verwechslung des Septimenaccordes entsteht, und 
der daher nicht anderseits ein Quintsextaccord be: 
O S. handelt werden kann. W Diese Beivandniß hat es 
sQumtsekt; allezeit mit dem verminderten Septin1enaceord END; 
 MV7V7 er kann daher niemals ein wesentlicher Grundaccord 
c.kJS.  ,    
Hm M, seyn, wie Ramean trug lehret, sondern hat allezeit 
btIg,ehstIs die Unterterz des Baßtones mit dem Septimenaes 
M M eord zum Grunde.  
time. die Rom ist, erhält dieser Akkord seine große 
Kraft, wenn er frey,angeschlagen wird.i Er in in 
steigenden Affefren der schiklichsie Aceord, die änßersie 
Höhe derselben auszndrüken; er schikt sich in Steige 
sinken zu der lezten nachdrüklichiTen Wiederholung 
starker Worte; wenn Graun nach einer General: 
pause mit ihm Forte wieder anfängt, soisezt er unsre 
ganze Seele in Erschükterung: kein Akkord nimmt 
so sehr den hörhsien und,siärksienvAceent alieriLei: 
denschaften an, als der zufällige Septimenaccord; 
daher gute Meister M seiner nur sparsam nnd bei;  
den nachdrüklirhslen Stellen bedienen.s Könnnt er 
im Pfand vor, so erhebt er sich auf eine nnterschei;   
dende Art Von seinem vorhergehenden und folgen; 
dem Accord, und macht in dem Pfand eine ginge: 
nehme Schattirung. Der verminderte Septin1en;   
accord wird noch durch die Molltonart charakteris1rt,   
und ist daher zum äußerst tranrigen Ausdruk ge: 
schikt.s Dieser Akkord hat noch das ihm eigene Sehn;  
liche zu enharmonischen Austveia;ungen. O  Hi, S, 
Noch ein anderer uneigentlich benennter Septi:  
menaccord ist der durchgehende; er kömmt vor,  
wenn der Paß und eine oder mehrereOStimmen sich  
bei; einein liegenden Ton in Consonanzen durrhge; 
.hend fortbewegen, der von den durchgehenden Baß; 
noten zur Septin:e wird. Z. B.    
 Ob nun gleich der zufällige Septimenaecord in 
der Behandlung und in Rükiic1;t seines Fundamen: 
talba:Tes nicht von dem Quinkfextaccord untersthie; 
den iß, Hso ist er doch, von unweit größerm Rache 
dkuk, fürnemlich wenn die Septime in der Ober; 
stimme angebracht iß: denn als3denn ist der Akkord 
, aus lauter übereinanderiiehenden Terzen zusammen; 
gefezt, und dadurch faßlicher, als wenn Ratt der 
Septime die zu dem Grundton gehc3rige Sexte an; 
 geschlagen würde, weil sie mit der neben ihr liegen: 
genden Quinte eine Secunde ausmacht. Durch 
die gewaltsam Ueberiteigang der Oktave des Furt; 
damentaltones aber,. von welchem die zufällige See: 
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 Es: 
    
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Die Sepiime wird hier nicht als Dissonanz behans 
delt, weil der ganze Akkord gegen dem Fundamens 
talbaß blos dukchgehend ist. Daher iß. dieser 
nnd alleNdnrchgehende Ackorde in der sHarmonie  
das, was die durchgehenden Töne in der Melodie . 
is   
sind. O  ;   
Nameau giebt jedem Accord ,s der eine Septime 9Ws 
in sich enthält, den Septimenaccord zumsGrunde.    
Dadurch entsiehen Ungereinnheiten, die auch ein 
Schüler dafür erkennen muß. Man sehe z. B; Hi;  
folgendes Exempel mit dem Racneauschen Grund;  
baßs S,   guts Ex:. 
xxx.
        

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