Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
von K bis Z
Person:
Sulzer, Johann Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-616996
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-619150
Mit 
Mord 
77t 
zielt. Dieses ums VdkUehmlich in Mittcli1immen, die 
deutlich gehört werden, bey Leiktönen, die darin vor: 
kommen, beobachtet werden. Darum ist in folgen: 
den B29spTkleU 
  
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das erste und.ziveyte, da das Subfemitonium in 
der Mittelsiimme seinen natürlichen Gang über sich 
nihmt, den beenden andern, da die Töne mannig: 
faltiger find, Vorzuziel;en.  
 Es ist eine .Hauptregel, daß die Mitte1flimmen 
Ach in den Schranken ihrer Ausdähnung halten, 
und nicht über die .HaumfiicnnIe in der Höhe her; 
austreten; weil diese dadurch würde verdunkelt wer: 
den. Auch muß man Reh nicht einfallen1afsen, ei; 
neu Gedanken in der Hanpriiim:ne abzubrechen, 
und seine Foriseznng einer Mit:elfii:ume zu über: 
lassen. 
Ueberhaupt gehöret mehr, als bloße Kenntnis 
der .CJarmonie zu Verserrigung guter Mitieli7uumen. 
Ohne feineneGeschmak und scharfe Beurtheilung 
werden Ae entweder zu einem die Melodie verdung 
kelnden Geräusch , oder zu einem gar nichts bedens 
senden lk3eklavper. 
Die ließe Würkung than die,Mitteis1imsmen, in 
denen die zu: VolisiätIdi3keie der Harmonie nd:l;i: 
gen Töne auch zugleich eine iingbare Melodie aus; 
machen. Am reinefcen klinget die Harmonie, wenn 
die Töne in den Mittelsticnmen so ve:s:he1lt find, daß 
alte gegen einander harmouiren. So klinget z. B. 
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dieser Ae; HT:Z: weit besser.  
serv   als dieser:  
Zwerge Theil. 
weit hier wegen der an einander 1icgenden Töne f 
und g eine Secunde gehört wird. Unangenehm 
werden die MitceMkmmen, wenn die HcusInonie, 
wie bisweilen in den Werken großer Harmonistkg,., 
die gerne ihre Kuni3Nzeigen WORK, geschieht, szu seht 
nur Tönen überhäuf: ist. Daher lassen bisweilen 
gute Me1odisten in Arten, die vorzüglich einen ges 
fälligen Gesang haben sollen, vie Bratfche mit dem. 
Paß im Unisonuö gehen. Wie die Mittclßjmmen 
zu Arien zu behandeln seyen, kann man am heilen 
aus den Gkauncschen Opera sehen. 
.Keinen geringen Voisik;cil zieht man aus den 
Mittdfiimmen in gewissen S1:ikeu dak3er,I daß eine 
derselben die Bewegung richtig bezeichnet, wenn ßes 
durch die Melodie, wie ofte gOsrhiehts, nicht deutlich 
angezeiget wird. Davon giebt die GmuniscL;se Arie 
aus der Oper cimzsseiskI: 0mbra mark See. ein schö; 
nes Beyfpiel. Die.Hauptmetvdie hat einfache auHi 
ha1tendesTöne, die Sen Gesang höä;ß pathekisch 
machen , die Micte1k1icumen aber geben die Beine: 
gnug an.  
M o d e l. 
cBak:kuy.lU  
Die Einheit, nach welcher in der BauFunk7 die ver; 
hältnißmäßkge Größe, jedes zur Verzlel;rung die; 
nennen Therle8, bestimmt wird. Indem der Bank 
weißer den Attfriß gewisser Gebäude.selchnet, mißt 
er die Theile nicht nach der absoluten Größe in Fuß: 
maß, sondern blos nach der vekl;ältulßmäßigen, la 
Moden: und dessen kleinern Theilen. Der Model 
til nämlich keine bestimmte Größe, wie ein Fuß, 
oder eine Elle, sondern unbeiki1nmt, die ganze oder 
halbe Dike einer Säule. Jii die Säule sehr hoch, 
und folglich and; sehr dik, so ist der Mandel groß, iß 
die Säule klein, so wird auch der Model klein. 
ViFruviue1, und feinem Veys;8icl zufolge palladio, 
SEND Und Sk6mM0z5i nehmen überall die ganze 
Dike der Säuie, nur in der dorifrhen Ordnung 
nehmen die drei; erfien die halbe Säuieudske zum 
Model an. Wir haben, nach dem sBeyfpiel vieler 
andrer, die halbe Säulendike dnrchausS,zum.Modcl 
angenommen.      
Da in jedem Gebäude Theile vorkommen, deren 
Größe weit unter dem Model ist, so keins dieser in 
kleinere Theile eingetheilt werdens. Die sanften Bau;  
weißer theilen ihn in 3o Theile ein, M He Minus7 
C et er  ten
        

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