Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Historische Handzeichnungen
Person:
Geiger, Peter Johann Nepomuk Schimmer, Gustav Adolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-609723
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-612480
,,Gern gibt er dir sein einzig Kind, 
Das selber dir sich gerne gibt, 
Wenn du es durch die That bezeugst, 
Daß wahrhaft auch dein Herz es liebt. H 
Lang aber Otskai widersteht 
Dem Fleh1n der schönsten Ungarin, 
Bisiihre Thränen, ihr Gekos, 
ZuleZt erweichen seinen Sinn. 
,,So sei es, ob ich gleich die That 
VielIeikht bedauern muß mit Harm, 
Du aber, Jlka, haft mein Herz, 
So sei dem König auch mein Arm. II 
Doch ein Verrätherohr vernahm, 
Das dort am Fels gelauscht, das Wort, 
Und zu dem Rakoczi sogleich 
In Eile trug,s der Lauscher fort. 
O weh7, das war ein schlimmer Gruß 
Den Rakoczi dem Otskai bot, 
Denn nach dem Rabenstein sogleich 
Ward er geschleppt zum blut,gen Tod. 
Wohl Unglücksvögel.waren sie, 
Die Raben, er gedacht es gleich, 
Denn schon liegt auf dem Block sein Haupt, 
Ein Blix;  und saufend fällt der Streich. 
O weh7, das war ein schlimn1es Wort, 
Das Jlka Otskai7s Tod gebracht, 
Wie ward nun da mit einemmal 
Ihr Geist umhülIt von finst7rer Nacht. 
Sobald als jek3t der Mond erschien, 
Eilt Jlka hin zum Felsensaum, 
Und blickte nach dem RichtplaZ hin 
Und träumte einen blut7gen Traum. 
Wohl flatterten die Vögel da 
Herüber von dem Rabenstein, 
Zum Fels, auf dem das Mädchen stand, 
Das Haar im Flug, das Herz voll Pein.
        

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