Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller d. Ä.
Person:
Gensel, Julius Preller <der Ältere>, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-608062
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-609153
hin und her war lebhafter und tiefer, als ihn sonst Karlsbader Kurgäste zu führen 
pflegen, aber er war wenigstens erfreulichen Jnhalts. Die Ausstellung wurde außer: 
ordentlich stark besucht, und die Urteile lauteten über alles Erwarten anerkennend. Es 
war ,,ein EreignisU. Schon in seinem ersten Brief aus Karlsbad schreibt Preller: 
,,Alles, was von Berlin über mich gekommen, verdient, daß ich mich Jhnen zu Füßen 
lege und in zerknirschter Weise Abbitte tue. Und das tUesich also in diesem Augen: 
blicke. Beim Erheben aus dieser Lage erlauben Sie mir wohl eine Frage. Habe ich 
denn jemals an der Kunftbildu11g einzelner Berliner gezweifelt9 Neini Jch habe nur 
keinen Nagen für das Publikum und für mich darin sehen können, daß ich mich über 
das Gewöhnliche erhebe und etwas bringe, das die Masse nicht versteht und noch 
weniger sich bemühen wird verstehen zu lernen. Jch habe nicht die entfernteste Jdee 
SepiazeichI 
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gehabt, daß sich die tüchtigsten Leute damit abgeben werden, die Sachen in ein Licht 
zu stellen, in dessen Wärme die kleinen Früchte doch am Ende zu einer gewissen Reife 
gelangen können. Gehe es wie es wolle, ich muß mich freuen  und das tue ich 
in Wahrheit D, daß ich auch dort Verständnis gefunden.tt 
Die erste ausführlichere Besprechung brachte, wenige Tage nach der Eröffnung, 
die Vossisihe Zeitung Cvom 2. Mai, 1. Beil.J; unterzeichnet ist sie  L.tt, die geistige 
Urheberin aber haben wir in Frau Storch zu suchen. Die Besprechung greift auf 
John Flaxman zurück. ,,Der genannte englische Künstler,tt sagt sie, ,,gab in seinen 
Odyssee:Bildern eine Reihe plastischer Gestalten, welche jene homerische Welt, den heiteren 
Verkehr der Götter und der Menschen und all die rührenden Züge edler, kindlicher 
Menschlichkeit so einfach, wie ein hellenischer Maler selbst sie gedacht hätte, an uns 
vorüberfiihren. Wir dagegen blicken in das Altertum mit historischen Augen; in 
unsre Vorstellung vom klassischen Altertum ist der Gedanke eingedrungen, daß ja seine
        

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