Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller d. Ä.
Person:
Gensel, Julius Preller <der Ältere>, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-608062
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-608404
Das hier wie:     
dergegebene Bildnis  
is. Abb. 7J, das der  
junge Künstler von H.    
seiner Braut gemalt    
hat, soll nach der Fa:  sP I  ss7 
MiITeUüberlieferUUg    
in jener Zeit entstcin:   
den sein; in Wes r:    
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fünf Jahre später,   
nach seiner Rückkehr   
aus J;ial3en, gekannt.     J  
wich stand zu: O   s   
nächst sein Kiiust1ex:      
ihm: so schwer ihm  ;s 7    
auch die Trennung       
von der Geliebten          
wurde. Seine Hoch:  P.           
achtung vor den nie:    T   V  K; 
derländischen Land:       J      
schaftern, namentlich   XX      
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dieselbe. Daneben   ;       
aber war ihm das    Pf 
Verständnis für den Abb. 15. Legationsrat Kenner. 
,,höhereU Flug der Bleistiftzeichnung, um 1830. CZu Seite 33.J 
Gedanken E aufgegans 
gen, den er in den Werken von Claude Lorrain, Poussin und Tizian verkörpert fand; 
zugleich für die reichere Schönheit der italienischen Natur gegenüber der niederländischen 
Ebene. .Mehr und mehr hatte sich in ihm die Erkenntnis gefestigt, daß er nur in 
x;talien finden könne, was ihn dem Ziele näher führte. So faßte er sich eines Morgens 
ein Herz, und bat van Bree, sich beim Großherzog zu verwenden, daß er nach Italien 
gehen durfe. Van Bree stimmte zu; er entlasse ihn, schrieb er dem Großherzog, ,,mit 
er sch0UsteIi Hoffnung, sich in Italien ganz auszubildentt. Auch Goethe und Meyer, 
die seine Fortschritte stets im Auge behalten hatten und besonders mit seinem eifrigen 
Studium der nienschlichen Gestalt zufrieden waren, mögen seinen Wunsch befürwortet 
haben. Kurz, er erhielt die Zusage und kehrte im Juni 1826 nach Weimar zurück, 
Um sich zur Reise nach dem Süden zu rüsten. 
Wieder erwies sich ihm Goethe als treuer und kundiger Berater; ,,nie,t sagt er 
selber, ,,bin ich von Goethe weggegangen, ohne eine Anregung in meinem Beruf oder 
eine gute Lehre mit nach Hause zu bringen.tt J1i seiner Gegenwart sah der alte Herr 
die Mappe mit Naturstudien durch, die er aus Antwerpen mitgebracht hatte, und 
ließ nur von Zeit zu Zeit sein Hml hml hören. ,,Beim letzten Blatte räusperte er 
Ich, und zwar so stark, daß ich einen Sc;reck bekam, und begann folgendermaßen: 
JFh sehe mit Freuden, daß Jhneu die Natur am Herzen liegt. Doch damit Sie sich 
mit ihrem Wesen im Ganzen vertraut machen können, will ich Ihnen einen Rat 
Lieben. Jn der ganzen Natur ist kein Produkt, heiße es wie es wolle, ohne irgend: 
;ztgiespE33Tziehungbzu einemk anigrn in seiner FJighes steheni;te1k. UmBJhnen ein deutliches 
e zu ge en: mer en te genau an ei ammen e ende äume oder erin ere 
Pflanzen. Die, welche dicht beisammen stehen, entwickeln ,sich ganz anders ai;s soFche, 
welche größeren Raum zwischen sich haben. Auch der Boden, auf welchem sich die 
Gensel, PrelIer. 2
        

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