Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller d. Ä.
Person:
Gensel, Julius Preller <der Ältere>, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-608062
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-608372
ebenfalls die Hände auf dem Rücken, heraus und reichte Goethe die Hand mit einem: 
,Guten Morgen, Alterlt  ,Hier ist der junge Preller,t sagte Goethe. Karl August 
wendete sich mit der Frage an mich: ,Hast Du die Eisfahrt gemaltT9t H, ,Ja, gnäi 
digster Herr.I  .Wer sind die jungen Leute darauf, wer der Dicke hinter dem Stuhl: 
schlitten9t  ,Es sind meine Freunde, der hinter dem Schlitten ist HufelandJ  
,Richtig, als den hab7 ich ihn erkannt. Was denkst Du diesen Sommer zu unter: 
nehmen9t  ,Jch habe vor, nach Salzburg zu gehen, um landschaftliche Studien zu 
ma0hen.t  ,Hättest Du wohl Luft, nach den Niederlanden zu gehen9t  ,O ja, 
gnädigster Herr, doch dafür möchten meine beschränkten Mittel schwerlich ausreichen.s 
 ,Nun, dafür soll gesorgt werden, närrischer Kerl. Packe Deine sieben Sächelchen 
und finde Dich morgen früh acht Uhr auf dem Schloßhof ein, um diese Zeit geht7s 
fort.t  Jch dankte ihm mit einigen verlegenen Worten, nahm von Goethe sogleich 
Baldi, Olevano. 
Aus späterer Zeit. 
Mit Sepia lavierte Federzeichnnng. 
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Abschied und empfahl mich. Wie ich nach Hause gekommen, ob gegangen oder ge: 
flogen, ich weiß es nicht.U 
Für die Mutter war es kein Kleines, den Sohn bis zum nächsten Morgen für 
eine solche Reise auszustatten. Pünktlich fand er sich auf dem Schloßhos ein. Der 
Großherzog bestieg mit General Seebach seine alte Droschke, während für Rat Hage, 
den Kammerdiener und den jungen Maler, dem die ganze Sache noch wie ein Traum 
war, ein bequemer Reifewagen bereit stand. Jn Gent besuchte der Großherzog seinen 
jüngeren Sohn Herzog Bernhard, der als Statthalter in holländischem Dienst dort 
seinen SiH hatte und die Reisenden bei sich aufnahm. Preller aber erkrankte an 
einem gastrischen Fieber und mußte 17 Tage das Bett hüten. ,,Donnerwetter, Du 
hast mir die Zeit lang gemacht,tt sagte der Fürst; er zeigte ihm aber noch geduldig 
alle KunstschäHe der Stadt, bis es eines Morgens hieß: ,,Jetzt mach Dich reisefertig, 
ich will Dich zu van Bree in Antwerpen bringen.U Die Fahrt ging über Vlissingen, 
von da auf einer königlichen Jacht über Middelburg, wo das Haus des Bürgermeisters 
mit seiner gediegenen Einrichtung die Bewunderung des jungen Künstlers erregte.
        

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