Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello
Person:
Meyer, Alfred Gotthold Donatello
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-606402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-607314
Altäre, wie sie heute noch in den Uffizien und das nähert dies Werk der Antikc. 
zu schen sind, aber die Köpfe selbst sind Aber zugleich ist das Empfindungsleben 
neue köstliche Zeugen für Donatellos physios vertieft. Nie zuvor fand Douatello so 
gnomische Kunst. So etwa mögen die Ton: seelenvolle Töne. Das ist ein religiöser 
1nodelle ausgesehen haben, die Donatello für Zug. Dieser im Kunstwerk selbst so ges 
jenes andere Tabernakel lieferte: für das winnende Doppelcharakter bliebe in der Ents 
des S. Ludwig in der Mitte der Front wickelungsgeschichte Donatellos hier wenig 
von Or Sau Michele. Diese Köpfe des glaubhaft, träte ihm nicht eine in vieler 
LudwigsTabernakels sind ganz ungleich ges Hinsicht schlagende Analogie zur Seite. 
arbeitet. Der zur Linken CAbb. 51I, dessen Was man in dem Florentiner Tabernakel 
Haupt von einer Binde umwunden ist, hands vernimmt, bleibt kein vereinzelter, flüchtiger 
werksmäßig, der andere lAbb. 52J, dessen Klang. Er tönt vielmehr mit wachsender 
Haare windbewegt z11rückflattern, in seiner Klarheit fort, und zwar an einer Stätte, 
breiten wuchtigen Art vortrefflich. Die fest die dafür schon an sich den besten Resonanzs 
geschlossenen Lippen bergen, mürrischen Trotz, boden gewährt: in Rom. 
aus den leeren Augenhöhlen schießt ein  
diisterer Blick. Auch diese groszziigige Ecki 11l. 
dekoration, deren Motiv ebenfalls antiken H; Hs  
Sarkophagen entnommen ist, gibt der Dekos C mSmuS. 
ration des LudwigsTabernakels einen uns  Roms 
gleich vornehmeren, abgeklärteren Charakter, DonatelIos zweiter Aufenthalt in der, 
als ihn, das Tabernakel in S. Croce mit ewigen Stadt 1432 ist besser beglaubigt 
seiner Uberfülle von schmückenden Details als der erste. Vasari berichtet, der Bronzes 
zeigt. Aber für Donatellos persönlichen bildner Sinione di Giovanni Ghini habe 
Geschmack ist das Werk in S. Croce bei Donatello gebeten, das Modell seiner Grabs 
zeichnender. Dieselbe Kirche  
besiHt in der Mediceeri  
Kapelle noch einen sehr       
ähnlichen Tabernakelrahs   E: ,sf    
men, an dem der Flachbogen IT;  ;    W. ,  
zweimal  als Bekrönung   .  P iDzTsxs,.j   
        
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