Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Künstlerwappen
Person:
Warnecke, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-592404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-592856
grasen von Rappoltftein führten, zuerkannte. So wird man den 14. Juli 
1414 als Datum der förmlichen kaiserlichen Verleihung dieses schon durch 
das weit ältere Denkmal von 1Z50 bekundeten Wappens der Künstlers 
schaft anzunehmen haben. Streitprotokoll und Schriftwechsel fanden 
damals nicht statt.U  
Leider kann ich dem Herrn Verfasser zu dieser kühnen Vermuthung 
meinen Beifall nicht geben. Die Sage verträgt es eben nicht, daß man 
sie in die spanischen Stiefel der Zeitrechnung zwängt. 
Die Bedeutung der drei Schilde im Malerwappen ist nach dem in 
unserer Einleitung Gesagten Zweifeln nicht unterworfen. Jene Schilde 
sind als wichtigstes Crzeugniß der Schilder: und Malerzunft zum Gewerkss 
abzeichen erhoben worden. Auch Schneegans1s hat diese Bedeutung ganz 
richtig erkannt, da er das Wappen als ein redendes bezeichnet2j. Dem 
Verfasser der erwähnten 2lbhandlung in der .Jllustrirten Zeitung scheint 
jedoch die Wirklichkeit zu nüchtern gewesen zu sein.  
Sehr geistreich zwar, leider jedoch der Wappenkunde und Geschichte 
völlig widersprechend. erkennt er in dem Jäünstlerwappen die ,,silbernen 
reinen Cdelschilde der drei edeln Künste, wie sie ihrer Zeitfolge nach aufs 
traten: ,,2lrchitectur, Sculptur und MalereilU 
J a. a. O.  
2j Es sei hier bemerkt, daß die 5orm der drei Schildlein sich nach der des S,childe5 
zu richten hat, dessen Grundform beizubehalten ist. Dies wird häufig außer Acht gelassen.
        

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