Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rembrandt's Radirungen
Person:
Seidlitz, Woldemar von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-575859
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-576292
CEinleitung 
unserem Jahrhundert 
durch K1msthändler 
bewirkten Änderungen 
den Platten 
aber sollten 
jedenfalls 
einem 
Katalog 
außer 
Betracht 
gEIAsf en 
werden. 
Unter 
den solcherweise festgestellten Etats 
d.er Rembrandt7fchen Radirungen wird man 
Blättern 
einen 
Maßgebenden 
herausheben 
können, 
sondern 
manchen 
deren 
mehrere 
Erkenntnis 
Meisters wichtig 
berücksichtigen 
müff en. 
Hierdurch wird 
darauf 
geführt 
werden, 
Künstler jedesmal angewendeten, 
je nach 
dem Zweck 
äußerst. Verschieden 
gearteten T e eh n i k 
besondere 
Aufmerksamkeit zu schenken. 
technischen Hilfsmittel 
Da Rembrandt sich seine 
im Verlaufe 
eines langen 
arbeits: 
reichen 
Lebens 
allmählich 
gefkh11ffen 
bestimmte 
unter 
ihnen 
Perioden 
gewissen 
s einer 
Wirksamkeit 
besonderem 
Nachdruck 
verwendet 
davon 
geeigneter 
Stelle 
Schilderung 
seines 
Entwickelungsganges 
eingehender 
handeln 
hierüber 
FDlgendd 
bemerkt. 
Seine 
frühen Werke 
Mehrzahl 
wirkliche 
wie man 
reine Radirungen, 
die Striche 
sind mittels 
der Radirnadel 
das Kupfer 
selbst eingeritz,t und dann mit Hilfe der ÄYflüssigkeit, 
worein die Platte getaucht wird, 
eingebeizt. 
Jnfolge dieses 
Verfahrens 
Strich 
s ein er 
vollen Schärfe 
und Feinheit 
hervor 
die Modellirung 
durch 
Verteilung 
Führung 
dieser 
Striche 
erzielt. 
Hauptblatt 
dieser 
e 
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Ba 
Samariter 
angeführt 
werden. 
der Zeit 
s einer 
V o llkraft 
begann 
Rembrandt 
zunehmenden: 
Maße 
sogenannte 
kalte 
Nabel 
nehmen. 
letzten 
Hälfte 
seines 
Lebens, 
Erfindung 
stelluUg 
voller 
Großheit 
Unabhängigkeit 
CU1pDrgestiegen 
verwendete 
sogar 
Vorliebe 
allein , 
Radiru11g, 
Grunde 
scJWt1chen, 
solche 
zur Wirkung 
kommenden VorätHuk1g, 
dieser 
Nabel 
kalten 
das Kupfer unmittelbar 
aufgerisse11; 
den Rändern 
des Schneideinstruments 
eines jeden solchen Striches bilden sich durch den seitlichen Druck 
sogenannter Grat, 
regelmäßige Erhöhungen, 
aufgetragene Druckfarbe in 
reichlichem Maße 
festhält 
Abdrücken, 
namentlich 
ersten, 
Schumn1rige 
und Sammetartige, 
bestimmten Wesen 
Radirung 
reinen 
gerade Entgegengeset,5te. 
höchsten Grade Malerische 
verleiht, 
Rembrandt7s 
dirungen vor denen aller anderen Künstler auszeichnet und besonders für die Bestrebungen unserer eigenen 
Zeit von besonderer Bedeutung ist. Die Kraft und Treffsicherheit sowie die Mischung von Zartheit und 
Energie, die zur Erzielung solcher Wirkungen erforderlich sind, lassen sich freilich äußerst selten in so voll: 
kommner Vereinigung antreffen, wie dies bei Rembrandt der Fall ist. Hauptbeispiele dieser Gattung sind die 
Drei Kreuze und deren Gegenstück, die Darstellung Christi vor dem Volke. 
In seiner mittleren Periode ließ Rembrandt übrigens kaum ein Blatt ausgehen, ohne es mehr oder 
weniger, bisweilen nur mittels einiger kräftiger Drucke, mit Hilfe der kalten Nadel in Wirkung gesetzt zu 
haben. Besonders deutlich läßt sich dies an der linken Hälfte des Hundertguldenblatts erkennen. 
Endlich pflegte er in weit höheren Grade, als gewöhnlich angenommen wird, den Grabstichel 
neben der Radir: und der kalten Nadel anzuwenden; weniger dazu, um den bereits ausgedruckten Platten 
zu neuem Glanze zu verhelfen  Überarbeitungen dieser Art rühren fast ausnahmslos von späterer Hand 
her  als um nach Abziehung der Probe: und sonstiger Frühdrucke Einzelheiten durch Verwendung jener 
feinen Strichlagen, die namentlich der Grabstichel ermöglicht, abzudämpfen und mit dem Übrigen besser in Ein: 
klang zu bringen. In einigen seiner herrlichsten Blätter, wie dem Selbstbildnis am Fenster, dem Bürgermeister 
Six, dem soeben erwähnten Hundertguldenblatt, hat er sogar gleich von vornherein ganze Systeme solcJer un: 
gemein feiner und dichter Linien angewendet, wodurch er eine Tiefe und Durchsichtigkeit des Tones, namentlich
        

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