Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Neue Testament
Person:
Luther, Martin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-571981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-573308
Eis. Marci 
14. Wenn ihr aber sehen werdet den 3Grcuel der Ver: 
wüstung, svon dem der Propbet Daniel gesagt hat,J daß 
er stehet, da er nicht soll, CTwer es lieset, der vernehme 
esls alsdann, wer in Jndäa ist, der fliehe auf die Berge. 
IDan. O, 27. fDan. 12, it. 10. 
15. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht her: 
nieder ins Haus, und komme nicht drein, etwas zu 
holen aus seinem Hause. 
16. Und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht 
um, feine Kleider zu holen. 
17. Weh aber den Schwangern und Säugerinnen zu 
der Zeitl 
18. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter. 
19. Denn in diesen Tagen werden 8solche Trübsale 
sein, als sie nie gewesen sind bis her, vom Anfang der 
Kreatur, die Gott geschaffen hat, und als auch nicht 
werden wird. ssDkm. 12, 1. 
20. Und so der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte, 
würde kein Mensch selig; aber um der Auserwähleten 
willen, die er auserwählet hat, hat er diese Tage verkürzt. 
21. Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: 
Siehe, hie ist ChristusI siehe, da ist erl so glaubet nicht. 
22. Denn es werden sich erheben falsche Christi und 
falsche Propheten, die Zeichen und Wunder thun, daß 
sie auch die Auserwahleten verführen, so es möglich 
ware. 
23. Jhr aber sehet euch vvrI Siehe, ich habe es euch 
alles zuvor gesagt. 
24. Aber zu der Zeit, nach dieser Trübsal, werden 
Sonne und Mond ihren Schein verlieren; 
25. Und die Sterne werden vom Himmel fallen, und 
die Kräfte der Himmel werden sich bewegen. 
26. Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn 
kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrs 
lichkeit. 
27. Und dann wird er Vseine Engel senden, und wird 
versammeln seine Auserwähleten von den vier Winden, 
von dem Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. 
8Matxh. 13, 41. 
28. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn 
seht seine Zweige saftig werden und Blätter gewinnen, 
so wisset ihr, daß der Sommer nahe ist. 
29. Also auch, wenn ihr sehet, daß solches geschieht, 
so wisset, daß es nahe vor der Thür ist. 
30. Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht 
vergehen, bis daß dies Alles geschehe. 
31. Himmel nnd Erde werden vergehen; meine Worte 
aber werden nicht vergehen. 
32. Von dem Tage aber und der Stunde weiß nies 
wand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn 
nicht, sondern allein der Vater. 
33. Sehet zu, wachet, und betet; denn ihr wisset nicht, 
wann es Zeit ist. 
34. Gleich als sein Mensch, der über Land zog, und 
ließ sein Haus, und gab seinen Knechten Macht, einem 
jeglichen sein Werk, und gebot dein Thürhüter, er sollte 
wachen. ssMqtch. 25, H; Las. II, 12. 
35. So machet nun; denn ihr wisset nicht, wann der 
Herr des Hauses kommt; ob er kommt am Abend oder 
zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des 
Morgens; Lin. 12, as. 
36. Auf daß er nicht schnell komme, und finde euch 
schlafend. 
37. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: 
Wachetl 
Das 14. Kapitel. 
Christi Salbung in Bethanien. Osterlamm und Etnscs;nng des heiligen 
Abend1nahls. Kampf in Gethsemane. Gefangennehnn1ng, Verhör, Bclcnntnls 
und Leiden vor Kaiphas. Des Petrus Verleugnnng und Reue. 
CI. 1. 2; Matth. 26, 1s5; List. 22, I. 2.2 
l. und nach zween Tagen war Ostern und die Tage 
 der süßen Brote. Und die Hohenpriester und 
Schr1ftgelehrten suchten, wie sie ihn mit Listen griffen, 
und töteten. 
2. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht 
ein Aufruhr im Volk werdel 
CI. 3ss9; Many. 26, 6s1:1; Jo1j. 12, 1ss.J 
3. Und da er zu Bethanien war in Simons, des 
Aussähigen, Hause, und saß zu Tisch, da kam ein Weib, 
die hatte ein Glas mit ungcfälschtem und köstlichem 
Nardenwasser, und sie zerbrach das Glas, und goß es 
auf sein Haupt.    
4. Da waren etliche, die wurden unwillig, und sprachen: 
Was soll doch diese VergcudungP 
5. Man könnte das Wasser um mehr denn dreihundert 
Groschen verkauft haben, und dasselbe den Armen geben 
Und murreten über sie. 
6. Jesus aber sprach: Lasset sie mit Friedenl Was 
bekümmert ihr sieP Sie hat ein gut Werk an mir 
gethan. 
7. Jhr IIshabt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr 
wollt, könnet ihr ihnen Gutes thun; mich aber habt ihr 
nicht allezeit. s5. Mai. is, u. 
8. Sie hat gethan, was sie konnte; sie ist zuvor: 
kommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Be: 
gräbnis. 
9. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium ges 
prediget wird in aller Welt, da wird man auch das 
sagen zu ihrem Gedächtnis, das sie jetzt gethan hat. 
CV. 10. U; Matth. 26, 14s16; List. 22, 8s6.J 
10. Und Judas Jscharioth, einer von den Zwölfen, 
ging hin zu den .Hohenpriestern, daß er ihn verriete. 
11. Da sie das höreten, wurden He froh, und vers 
hießen, ihm Geld zu geben. Und er suchete, wie er ihn 
füglich oerriete. 
IV. l2s16; Maith. 26, l7sssl9; LLls. 22, 7sl3.J 
12. Und am ersten Tage der süßen Brote, da man 
das Osterlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: 
Wo willst du, daß wir hin gehen, und bereiten, daß 
du das Osterlamm essestP 
13. Und er sandte seiner Jiinger zween, und sprach 
zu ihnen: Gebet hin in die Stadt, und es wird euch 
ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; 
folget ihm nach, 
14. Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauss 
wirte: Der Meister lässet dir sagen: Wo ist das Gast: 
haus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen 
JüngernP Kaki. n, 3. 
15. Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der 
mit Polstern versehen und bereit ist; daselbst richtet für 
uns u. 
16.zUnd die Jiinger gingen aus, und kamen in die 
Stadt, und fandecc9s, wie er ihnen gesagt hatte, und 
bereiteten das Osterla1nm. 
cV. 17s25; Many. 26, 20s29; Lut. 22, 14s2Z; Jay. 1:z, 21s26.J 
17. Am Abend aber kam er mit den Zwölfen. 
18. Und als sie zu Tische saßen, und aßen, sprach 
Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der 
mit mir isfet, wird mich verraten.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.