Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Neue Testament
Person:
Luther, Martin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-571981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-574951
Galater 
9. Wie wir jeßt gesagt haben, so sagen wir auch aber: 
mal: So jemand euch Evangelium prediget anders, 
denn das ihr empfangen habt, der sei verfluchet. 
10. Predige ich denn jetzt äMenschen oder Gott zu 
DienstP Oder gedenke ich, Menschen gefällig zu sein7 
Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich 
Christi Knecht nicht. H. Thus. 2, c. 
11. Jch thue euch aber kund, lieben Brüder, daß das 
Ec1Bangelinn1, das von 1nir geprediget ist, nicht mensch: 
li ist. 
12. Denn ich habe es von keinem Menschen empfangen, 
noch gelernet, sondern durch die Offenbarung Jesu 
Christi. 
13. Denn ihr habt ja wohl gehöret meinen Wandel 
weiland im Judentum, Linie ich über die Maßen die 
Gemeine Gottes verfolgete, und verstörete sie, 
8Apg. 26, 4s20. 
14. Und nahm zu im Judentun1 über viele meines: 
gleichen in meinem Geschlecht, und eiferte über die 
Maßen um das väterliche Geseß. 
15. Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner 
Mutter Leibe an hat ausgesondert, nnd berufen durch 
seine Gnade,  Rom. 1, c; Jek. 1, Z. 
16. Daß er seinen Sohn Voffenbarte in mir, daß ich 
ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den 
sfsHeiden: alsobald fuhr ich zu, und besprach mich nicht 
darüber mit Fleisch und Blut, siveatth.1e,17. 1sseap.2,7. 
17. Kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor 
mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien, und 
kam wiederum gen Damaskus. 
18. Darnach über drei Jahre kam ich gen Jerusalem, 
Petrus zu schauen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. 
up  9, 2s. 
19. Der andern Apostel aber sah ich keinenJ außer 
7fJakobus, des Herrn Bruder. ssManh.13,55. 
20. Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott weiß, ich 
läge nicht. 
21. Darnach kam ich in die Länder Syrien und Eilicien. 
Aug. 9, 30. 
22. Jch war aber unbekannt. von Angesichte den christ: 
lichen Gemeinen in Judäa. 
23. Sie hatten aber allein gehöret, daß, der uns weis 
land verfolgete, der prediget jeßt den Glauben, welchen 
er weiland verstörete; 
24. Und priesen Gott über mir. 
Das T. Kapitel. 
Paulus triHt ein übereinkommen mit den L1postcln, widersteht dem Petrus 
und beharrt auf der Glanbensgerechtigkeit. 
1. Darnach über vierzehn Jahre zog ich abermal 
hinauf gen Jerusalem mit Barnabas, und 
nahm Titus auch mit mir. Apg.15, 2. 
2. Ich zog aber hinauf aus einer Offenbarung, und 
besprach mich mit ihnen über dem Evangelium, das ich 
predige unter den Heiden; besonders aber mit denen, 
die das 8Ansehen hatten, auf daß ich nicht vergeblich 
liefe, oder gelaufen hätte. so. a. o. 
3. Aber es ward auch Titus nicht gezwungen, sich bes 
schneiden zu lassen, der mit mir war, ob er wohl ein 
Grieche war. 2cpg. 1c;, Z. 
4. Denn da 8elliche falsche Brüder sich mit einge: 
drangen, und neben eingeschlichen waren, zu verkund: 
schaften unsre Freiheit, die wir haben in Christo Jesu, 
daß sie uns gefangen nähmen, ssgIpg.15,1.24. 
5. Wichen wir denselbigeii nicht eine Stunde, unter: 
than zu sein, auf daß Edle Wahrheit des Evangeliums 
bei euch bestünde. sssscccp. s, 1. 
6. Von denen aber, die das Ansehen hattenswelcherlei 
sie weiland gewesen sind, da liegt mir nichts an; denn 
Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht  mich 
haben die, so das Ansehen hatten, nichts anders ges 
lehret, 
7. Sondern dagegen, da sie sahen, daß mir oertrauet 
war das Evangelium san die Vorhaut, gleich wie dein 
Petrus das Evangelium an die Beschneidung, 
77E7lp9. I, 15; is, 12; 22, 21. 
8. CDenn der mit Petrus kräftig ist gewesen zum 
Apostelamt unter die Beschneidung, der ist mit mir auch 
kräftig gewesen unter die Heiden ;j 
9. Und da sie erkannten die Gnade, die mir gegeben 
war, Jakobus und 7kKephas und Johannes, die für 
Säulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas 
die rechte Hand, und wurden mit uns eins, daß wir 
unter die Heiden, sie aber unter die Beschneidung gingen; 
7kJUlJ. l, 42. 
10. Allein, daß wir der Armen gedachten, welches ich 
auch fleißig bin gewesen zu thun. 21pg.11,3o;12, 25. 
11. Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstund 
ich ihm unter Augen; denn es war Klage über ihn 
kommen. 
12. Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, aß. 
er mit den Heiden; da sie aber kamen, entzog er sich, 
und sonderte sich, darum daß er die von der Veschnei: 
dung fürchtete. Aug. 11, 3. 
13. Und heuchelten mit ihm die andern Juden, also 
daß auch Barnabas verfiihret ward, mit ihnen zu 
heucheln.       
14. Aber da ich sah, daß sie nicht richtig wandelten 
nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu 
Petrus vor allen öffentlich: So du, der du ein Jude 
bist, heidnisch leitest, und nicht jüdisch, warum zwingest 
du denn die Heiden, jiidisch zu lebenP 
15. Wir sind von Natur Juden, und nicht Sünders 
aus den Heiden;  
16. Doch weil wir wissen, daß der Mensch durch des 
Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den 
Glauben an Jesum Christ, so glauben wir auch an 
Christum Jesuni, auf daß wir gerecht werden durchs 
den Glauben an Christum, und nicht durch des Gesetzes 
Werke; denn durch des Geseßes Werke wird kein Fleisch 
gerecht. :scpg. 15, to. u; nehm. Z, 2o. 28; 4, 5; it, S; Euh. 2, 8. 
17. Sollten ivir aber, die da suchen, durch Christum 
gerecht zu werden, auch selbst Sünder erfunden werden, 
so wäre Christus ein Siindendiener. Das sei fernel 
18. Wenn ich aber das, so ich zerbrochen habe, 
wiederum baue, so mache ich mich selbst zii einem 
Ubertreter. 
19. Jch bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, 
Tauf daß ich Gott lebe; ich bin mit Christo geJEreuziget. 
I oni. 7, 6. 
20. Jch lebe aber; doch nun nicht ich, 3sonderns 
Christus lebet in mir. Denn was ich jeßt lebe im 
Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohns Gottes, 
der mich geliebet hat, fund sich selbst für mich dar: 
gegeben. ssJoh. U, 23. sisskc:p. 1, 4. 
21. Jch werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so 
durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus 
vergeblich gestorben.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.