Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Neue Testament
Person:
Luther, Martin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-571981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-574753
l. Korinther 
Einen Herrn, Jesutn Christ, Vdurch welchen alle Dinge 
sind, und wir durch ihn. Kqp.12,5.s. sssao1.1,1e. 
7. Es hat aber nicht jedermann das Wissen; denn etliche 
machen sich noch ein Gewissen über dem Götzen, und 
essen7s für Göyenopfer; damit wird ihr Gewissen, weil 
es so schwach ist, beflecket. csesp.1o,27. 
8. Aber die Speise fördert uns vor Gott nicht. Essen 
wir, so werden wir darum nicht besser sein: essen wir 
nicht, so werden wir darum nichts weniger sein. 
NÜM. H, 17. 
9. Sehet aber zu, daß diese eure Freiheit nicht gerate 
zu einem Anstoß der Schwachen. Ga1.5,13. 
10. Denn so dich, der du die Erkenntnis hast, jemand 
sähe zu Tische siHen im Göt3enhause, wird nicht fein 
Gewissen, dieweil er schwach ist, verursachet, das Göhen: 
opfer zu essenP 
11. Und wird also über deiner Erkenntnis der schwache 
Bruder umkommen, um welches willen doch Christus 
gestorben ist. Reue 14, is. 
12. Wenn ihr aber also sündiget an den Brüdern, 
und fchlaget ihr schwaches Gewissen, so sündiget ihr an 
Christo. 
13. Darum, so die Speise meinen Bruder ärgert, wollte 
ich nimmermehr Fleisch essen, auf daß ich meinen Bruder 
nicht ätgerte. Rom. 14, 2I. 
Das 9. Kapitel. 
Wie der Apostel der christlichen Freiheit in seinem Amte gebraucht. Ermah:i 
innig zum Ringen nach der unoergäug1ichen Krone. 
1. Bin ich nicht ein ApostelP Bin ich nicht freiP 
7kHab ich nicht unsern Herrn Jesum Christum 
gesehenP Seid nicht ihr mein Werk in dem HerrnP 
8Kap. 15, 8; Aug. 26, is; 22, 17. 
2. Bin ich andern nicht ein Apostel, so bin ich doch 
euer Apostel; denn das Siegel meines Apostelamts seid 
ihr in dem Herrn. 2. ask. 3, 2. Z. 
Z. Also antworte ich, wenn man mich fraget. 
4. Haben wir nicht Macht, zu essen und zu trinkenP 
our. 1o, s. 
5. Haben wir nicht auch Macht, eine Schwester zum 
Weibe mit nmherzuführen wie die andern Apostel und 
des Herrn Brüder und VKephasP ssJsh.1,42. 
6. Oder haben allein ich und Barnabas keine Macht, 
nicht zu arbeitenP 
7. Wer zieht jemals in den Krieg auf seinen eigenen 
SoldP Wer pflanzet einen Weinberg, und isset nicht 
von seiner Frucht7 Oder wer weidet eine Herde, und 
nährt sich nicht von der Milch der HerdeP 
8. Rede ich aber solches aus MenschensWeiseP Saget 
nicht solches das Gesetz auchT7 
9. Denn im Geseh des Moses stehet tgeschrieben: ,,Du 
sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, der da 
driskhet.tt Sorget, Gott für die OchsenP 
IS. Mvs. 25, 4; l. Tini. Z, IS. 
10. Oder saget er7s nicht allerdinge um unsertwillenP 
Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben. Denn der 
da pflüget, soll auf Hoffnung pflügen, und der da 
drischet, soll auf Hoffnung dreschen, daß er seiner Hoffs 
nung teilhaftig werde.  
11. So wir euch das Geistliche säen, ists ein groß 
Ding, ob wir euer Leibliches erntenP R5m.1s, 27. 
12. So andere dieser Macht an euch teilhaftig sind, 
warum nicht vielmehr wirP Aber wir haben solcher 
Macht nicht gebraucht, sondern wir ertragen allerlei, 
daß wir nicht dem Evangelium Christi ein Hindernis 
machen. 2scpg. so, 34. as; 2. ask. u, 9. 
13. Wisset ihr nicht, daß die da opfern, essen vom 
OpferP und die des Altars pflegen, genießen des AltarsP 
4. Mos. 18, S. 31; Z. Mof. 18, 1s3. 
14. Also hat auch der Herr befohlen, daß die das 
Evangelium verkündigen, sollen sich vom Evangelium 
nähren. gut. so, 7. 
15. 8Jch aber habe der keines gebrauchet. Ich schreibe 
auch nicht darum davon, daß es mit mir also sollte 
gehalten werden. Es wäre mir lieber, ich stiirbe, denn 
daß mir jemand meinen Ruhm sollte zunichte machen. 
VApg. 18, Z. 
16. Denn daß ich das Evangelium predige, darf ich 
mich nicht rühmen; denn ich muß es thun. Und iTwehe 
mir, wenn ich das Evangelium nicht predigtel 
ssJcr. 20, 9. 
17. Thue ichTs gerne, so wird mir gelohnet; ihn ichs 
aber ungerne, so ist mir das Amt doch befohlen. 
KaP. 4, I. 
18. Was ist denn nun mein LohnP Daß ich predige 
das Evangelium Christi, und thue dasselbige frei ums 
sonst, auf daß ich nicht meiner 9EFreiheit mißbrauche 
am Evangelium. sssKap. s, g. 
19. Denn wiewohl ich frei bin von jedermann, hab 
ich doch mich selbst jedermann zum Knechte gemacht, auf 
daß ich ihrer viel gewinne. Matey.2o. 2s.27. 
20. Den Juden bin ich worden als ein Jude, auf daß 
ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz 
sind, bin ich worden als unter dem Geseß, auf daß ich 
die, so unter dem Gesetz sind, gewinne. 
Aug. is, 3; 21, 20ss26. 
21. Denen, die ohne Gesetz sind, 7s2bin ich als ohne 
Geseß worden, Cso ich doch nicht ohne Gefeß bin vor 
Gott, sondern bin in dem Geseß Ehristi,J auf daß ich 
die, so ohne GeseZ sind, gewinne. ssGa1.2, Z. 
22. 3Den Schwachen bin ich worden als ein Schwacher, 
auf daß ich die Schwachen gewinne. Jch bin jedermann 
allerlei worden, auf daß ich allenthalben ja sfetliche 
selig mache. se. ask. 11, 29. ssNiim. 11, 14. 
23. Solches aber thu ich um des Evangeliums willen, 
auf daß ich sein teilhaftig werde. 
iEp. am Somit. Scptuagcsimii.s 
24. Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken 
laufen, die laufen alle, aber Einer erlanget 
das KleinodP Laufet nun also, daß ihr es eg1reifet. 
2. im. 4, 7. 
25. Ein 9stjeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich 
alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche Krone 
empfahen, wir aber eine funvergängliche. 
i72. TlM. 2, 4. 5. fI. Peik. Z, 4. 
26. Jch laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich 
fechte also, nicht als der in die Luft streichet; 
27. Sondern ich 3betäube meinen Leib und zähme 
ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst ver: 
werflich werde. Entom. S, is; is, 14. 
Das 10. Kapitel. 
Warnung vor f1cischlicher Sicherheit und vor dem Gößendienst. Das Abends 
n1ah1 eine Gemeinschaft Christi. Schonung ver Gewissen. 
I. cVch will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, 
As daß unsre Väter sind alle unter der Wolke ges 
wesen, und sind alle durchs Meer gegangen, 
2. Mos. 13, 21; 14, 22.
        

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