Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Neue Testament
Person:
Luther, Martin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-571981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-574343
Apvstclgcikhikhte 
18. Etliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen 
stritten mit ihm. Und etliche sprachen: Was will dieser 
isLotterbube sagenP Etliche aber: Es siehet, als wollte 
er neue Götter verkiindigen. Das machte, er hatte das 
Evangelium von Jesu und von der Auferstehung ihnen 
Verkündigt. sc. ask. c, 12. 
19. Sie nahmen ihn aber, und fiihreten ihn auf den 
Gerichtsplat3, und sprachen: Können wir auch erfahren, 
was das für eine neue Lehre sei, die du lehrestP 
20. Denn du bringest etwas Neues vor unsere Ohren; 
so wollten wir gerne wissen, was das sei. 
21. Die Athener aber alle, auch die Ausländer und 
Gäste, waren gerichtet auf nichts anders, denn etwas 
Neues zu sagen oder zu hören. 
22. Paulus aber stund mitten auf dem Gerichtsplah, 
und sprach: Jhr Männer von Athen, ich sehe euch, daß 
ihr in allen Stücken gar sehr die Götter fürchtet. 
23. Ich bin herdurch gegangen, und habe gesehen eure 
Gottesdienste, und fand einen Altar, darauf war ge: 
schrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich 
euch denselbigen, dem ihr unwissend Gottesdienst thut. 
24. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was 
drinnen ist, er, der ein Herr ist Himmels und der Erde, 
wohnet nicht in Tempeln mit Händen gemacht; 
Kaki. 7, 48. 
25. Sein wird auG nicht von Menschenhänden ge: 
pfleget, als Jeder jemands bediirfe, so Er selber jeder: 
mann Leben nnd Odem allenthalben giebt. sVf.5o,12. 
26. Und er hat gemacht, daß von Einem Blut aller 
Menschen Geschlechter auf dem ganzen Erdboden woh: 
neu, und hat Ziel gesetzt und vorgesehen, V1vie lange 
und wie weit sie wohnen sollen, se. Mai. 32, 8. 
27. Daß sie den Herrn suchen sollten, ob sie doch ihn 
fühlen und finden möchten; und zwar, er ist nicht ferne 
von einem jeglichen unter uns. Jes. 55,e. 
28. Denn in ihm leben, weben und sind wir; als 
auch etliche Poeten bei euch gesagt haben: Wir sind 
seines Geschlechts. 
29. So wir denn göttliches 7iGeschlechts sind, sollen 
wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den güldenen, 
silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst 
und Gedanken gemacht. s1. Mai. c, 27; Jst. 40, is. 
30. Und zwar hat Gott 8die Zeit der.Unwissenheit 
übersehen; nun aber Tgebeut er allen Menschen an 
allen Enden, Buße zu thun, ssKk:p. 14,1c3. ssLuk. sc, 47. 
31. Darum daß er einen Tag geseZt hat, auf welchen 
er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechs 
tigkeit 8durch einen Mann, in welchem er7s beschlossen 
hat, und jedermann Tvorhält den Glauben, nachdem er 
ihn hat von den Toten auferweckt. 
tKap. 10, 42. TRön1. 10, 14. 
32. Da sie höreten die Auferstehung der Toten, da 
hattenis etliche ihren Spott; etliche aber sprachen: Wir 
wollen dich davon weiter hören. 
33. Also ging Paulus von ihnen. 
34. Etliche Männer aber hingen ihm an, und wurden 
gläubig; unter welchen war Dionysius, einer aus dem 
Rat, und ein Weib, mit Namen Damaris, und andere 
mit ihnen. 
Paulus zu Kortnth; lehrt über Ephesus nach Jerusalem und Autiochien zus 
rücl; tritt feine dritte Mlssconsrelse an. Apollos zu Ephefus. 
I. Darnach schied Paulus von Athen, und kam gen 
Koriuth; 
2. Und fand einen Juden, mit Namen 8Aquila, der 
Geburt aus Pontus, welcher war neulich ans Welsch: 
land kommen samt seinem Weibe PriscilIa, Cdarum, daß 
der Kaiser Claudius geboten hatte allen Juden, z1c 
weichen aus Ro1nJ. snHm. te, Z. 
Z. Zu de1csetbcgen ging er ein; und dieweil er gleiches 
Handwerks war, blieb er bei ihnen, und arbeitete; sie 
waren aber des Handwerks Teppichmacher. 
Kaki. 20, 34; 1. Kor. 4, 12. 
4. Und er lehrte in der Schule auf alle Sabbathe, und 
beredete beide, Juden und Griechen. 
 Da aber 7iSilas und Timotheus aus Macedonien 
kamen, drang Paulus der Geist, zu bezeugen den Juden 
Jesu1n, daß er der Christ sei. ssKqp.17,14.15. 
6. Da sie aber widerstrebeten, und lästerten, 3schiittelte 
er die Kleider ans, und sprach zu ihnen: Euer Blut 
sei über euer Haupt; Trein gehe ich von nun an zu den 
Heiden. sKk:p. ca, Si. may. 2o, 2s. 
7. Und machte sich von dannen, und kam in ein Haus 
eines, mit Namen Just, der gottessiirchtig war; dess 
selbigen Haus war zunächst an der Schule. 
8. 3Kris:spus aber, der Oberste der Schule, glaubte an 
den Herrn mit seinem ganzen Hause; und viel Korinther, 
die zuhöreten, wurden gläubig, und ließen sich taufen. 
7l. Rot. l, 14. 
9. Es sprach aber der Herr durch ein Gesicht in der 
Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede, und 
schweige nicht: J. Kur. 2, 3. 
10. Denn 7iJih bin mit dir, und niemand soll sich 
unterstehen, dir zu schaden; denn sich habe ein groß 
Volk in dieser Stadt. sJer. c, s. s;sHos. 2. cis; Juki. 1o, is. 
11. Er saß aber daselbst ein Jahr und sechs Monate, 
und lehrte sie das Wort Gottes. 
12. Da aber Gallion Landoogt war in Achaja, ems 
pörten sich die Juden einncütiglich wider Paulus und 
sühreten ihn vor den Richtstuhl, 
13. Und sprachen: Dieser überredet die Leute, Gott zu 
dienen dem Gesetze zuwider. 
14. Da aber Paulus wollte den Mund aufthun, sprach 
GalIion zu den Juden: Wenn es ein Frevel oder 
Schalkheit wäre, lieben Juden, so hörte ich euch billig; 
KO.p. 25, 18s20. 
15. Weil es aber eine Frage ist von der Lehre und 
von den Worten und von dem Gesetze unter euch, so 
sehet ihr selber zu; ich gedenke, darüber ni1ht Richter 
zu sein. Jok;. is, sc. 
16. Und trieb sie von dem Richtstuhl. 
17. Da ergriffen alle Griechen Sosthenes, den Obersten 
der Schule, und. schlugen ihn nor dem Richtstuhl; 
und Gallion nahm Krisis nicht an. 
18. Paulus aber blieb noch lange daselbst; darnach 
machte er seinen Abschied mit den Brüdern, und wollte 
gen Syrien schisfen, und mit ihm Priscilla und Aquila. 
Und er 8schor sein Haupt zu Kenchreä; denn er hatte 
ein Gelübde. Osten. 21, 2.c; 4. Mai. e, 9. 18. 
19. Und kam gen Ephesus, und ließ sie daselbst; er 
aber ging in die Schule, und redete mit den Juden. 
20. Sie baten ihn aber, daß er längre Zeit bei ihnen 
bliebe. Und er verwilligte nicht,  
21. Sondern machte seinen Abschied mit ihnen, und 
sprach: Jch muß alIerdinge das künftige Fest zu Jerusalem 
halten; VtvilIis Gott, so will ich wieder zu euch kommen. 
Und fuhr weg von Ephesus;  
22. Und kam gen Cäsarea, und ging Ehinauf, und 
grüßte die Gemeine, und zog hinab gen Anti;7chi:n;5 
I an. I, I 
        

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