Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer's Bildnisse, Kupferstiche, Holzschnitte und die nach ihm gefertigten Blätter
Person:
Heller, Joseph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-556115
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-556905
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 Die grcislich Fries is ehe Sammlung zu Wien verdient 
wegen ihrer vortrefflichen Abdriccke eine. besondere AuszcichL 
nung; He kommt von Mariette her, und wurde sehen 
1560 von dem Geographen O r t e l i u s in Antwerpen 
gesammelt. In Mciriette7s Auetion wurde dieses Werk 
um 1650 Franken verkauft; es waren 288 Blätter. Für 
den Literaten würde es sehr belehrend gewesen seyn, wenn 
Mariette ein fpezifisches Verzeichniß gefertigt hatte. Denn 
nur sehr wenige Sammlungen sind bekannt, welche schon 
damals angelegt wurden; und man würde dadurch zur Be: 
flimmtheit gelangen, welche Werke man dem Dürer zuver: 
läßig zueignen kann, und jene, welche man fälschlich mit 
seinem Namen und Zeichen belegt. Es ist immer auffallcnd, 
daß. ins dem Praunischen Kabinet, dessen Stifter, Paul 
Praun .csieh oben S. 187J war, und welcher das Dicke: 
rische Werk von Isamnitzer, und dieser,von Dürers Bin: 
der Andreas2 kaufte, die Veronika Nr. 464. der kleine 
Hieronymus, Nr. 782. das Urtheil des Paris Nr. 793. fehlte. 
Derselbe Fall isi es. auch mit der ,Welserischen S.i1pnI: 
lung, welche unt 1560 angelegt wurde, die des Maus vor; 
Jungen zu Frankfurt, welcher ums1560 lebte; er ver: 
machte sie der Frankfurter Stadtbibliothek,.wo sie sich noch 
befindet. Eben so fehlten jener des Erzherzogs Ferd.i; 
nand, welche sieh 1590 zu Ambras befand, und jetzt zu 
Wien in der Sammlung gleiches Namens ist, obige drei; 
.Bleitter. Daher mdshten,einige Zweifel entstehen, ob der 
Hieronyn1uss.und das Urtheil des Paris nicht von einen; 
alten Meister nach den Holzschnitten Nr. 2035s 2077. ge; 
fertigt wurden.     
Auch in den ältesten Biographien Dürer7s, als: von 
Vasari, Karl v. Mander, lind diese Blätter nicht an: 
gezeigt, obwohl sie, wie Sandrart, auf seine in Erz ge: 
grabene und in Holz geschnittene Werke Rücksicht nahmen; 
ihre Verzeichnifse sind weder kritisch verfaßt, noch zahlreich; 
denn es lag nicht in ihrem Zwecke, einen vollständigen Ka, 
talog zu liefern. Dennoch findet man immer einige Beleh2
        

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