Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Kampf um die neue Kunst
Person:
Neumann, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-545509
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-545991
ein Haus gebaut, ein Bild gemalt wie in alten Zeiten; 
man hat noch nicht gehört, daß ein Bautenviereck, and: 
wenn es lauter gleiche Häuser enthält, mit Maschinen 
errichtet worden wäre. Jndessen hat auch hier, freilich 
auf Umwegen, die wirtschaftliche Entwicklung des Jahr: 
hunderts verwüstend gewirkt. 
Die geschäftliche,Spekulation, die auf immer neuen 
Absatz bedacht iß, hat in unserem Jahrhunderte. der Mode 
eine Bedeutung verliehen, die ohneM2lnalogie dasteht.  Der, 
Mode, .ds Hi.   .de.s Guten. Und 
Pesseren willen, sondern sum des, Neuen willesn,, Das 
istMfreilich. wahr, einen.,ITVe.chsel von Moden hat es immer 
gegeben; Lionardo da Vinci spricht schon von dieser ErL 
säzeinung; ja in einem Chronisten des beginnenden zwölften 
Jahrhunderts steht eine Klage zu lesen über den Weltf1nn, 
der in der Mode noch nicht Dagewesenes aufbringe, und 
noch weiter zurück, selbst die 2lntike hat den Wechsel der 
Mode gekannt. Nur ist dasiZeitmaß, in dem von einem 
Jahrzehnt zum folgenden, von einer Gesellschaftszeit zur 
anderen, die Moden jagend sich ablösen, in unserem 
Jahrhundert ein unerhört schnelles geworden. In Tracht 
.kis,1dMEserätq  das Publikum völlig einer wechselnden 
 ,qu,5igeliefert, :und.i von einem Ring von 
Fabrikanten unterjocht, die ihre Herde  jedes Jahr4in 
höchst ergiebiger Weise scheren. Denn die Mode übt 
eine Verfiihrung, die fast einem Zwang gleichkommt, 
und zwar auf selbständige wie auf unselbßändige, auf 
die Hämmel wie auf die Herde. Die einen fangen an, 
weil Ae ausfallen wollen, die Unselbständigen oder die 
C. Neumann, Der Kampf um die neue Kunst. 2
        

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