Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ernst Rietschel
Person:
Oppermann, Andreas
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-541093
DIE 
Hand in ihrem Palais zu besitzen, und Rietschel 
nahm den ehrenvollen Auftrag der hohen Frau mit 
Freuden an. 
Zu gleicher Zeit wurde er zur Herstellung eines Stand: 
bildes für Ernst Moritz Arndt berufen, eine Aufgabe, 
die er mit, großer Freude übernahm. Die feurige Per: 
sönlichkeit Arndt7s war für Rietschells Darstellungsgabe 
besonders günstig, und noch in den letzten Wochen seines 
Lebens wünschte er sich mit wahrer Sehnsucht die Zeit 
herbei, wo er die Skizze dieses Denkmals, dessen Be: 
deutnng für das deutsche Volk er niöht verkannte, be: 
ginnen könnte. Häufig wurde ihm zwar gerathen, er 
möge diese Skizze während seiner Krankheit in der Stube 
machen, was er jedoch jedesmal zurückwies. Als ob 
man das Schwierigste und Geistigste mit gedrücktem 
Geiste und angegriffenem Körper vollbringen könntet 
Von der politischen Seite dieser Denkmalssache war er 
so durchdrungen, daß er, als zunehmende Leiden die 
Jnangriffnahme verzögerten, dem Comite  ohne Phrasen 
und dankbar für dessen Vertrauen H den Auftrag zurück: 
zugeben sich erbot, damit dasselbe einen andern Künstler 
damit beauftragten könne; bei diesem Denkmal gerade 
seien noch andere, die politischen Interessen vorhanden, 
und es komme weniger darauf an, ob das Kunstwerks 
wenn es nur überhaupt den gerechten Ansprüchen an 
ein solches geniige  etwas mehr und charakteristischer 
durchgeführt sei, als daraus, daß es stehe, zu rechter 
Zeit und wo das Volk am wärmsten sei. 
Noch ein anderer, viel umfangreicherer Auftrag wurde 
ihm durch den Kaiser von Oesterreich zu Theil: die Her: 
stellung eines Monuments für den Feldmarschall Fürsten
        

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