Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ernst Rietschel
Person:
Oppermann, Andreas
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-540699
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auch zu einer stillen und gerechten Achtung der Katholiken, 
das Werk durchführe und vollendet Das helfe GotttU 
Die Wahl Rietschel9s erregte überall die freudigste 
Zustimmung. Ein wie populärer Künstler er war, geht 
schon daraus hervor, daß durch seine Erkürung ein 
unbedingtes Vertrauen erweckt und die nöthigen sehr 
bedeutenden Summen in einer für Deutschland über: 
raschenden Weise bis auf einen verhältnißmäßig kleinen 
Theil beigesteuert wurden. 
Nur wenige Tage nach Empfang des Auftrags stellte 
Rietschel bereits klar und bestimmt die beiden Gefrchts: 
punkte hin, welche für die Auffassung maßgebend sein 
möchten. Entweder man setze blos Luther ein Denkmal, 
oder, indem man ihn mit feinen Vor: und Mitkämpfern 
darstelle, Luther und der ganzen Reformation, womit 
Luther7s Verherrlichung in ihrer historifchen Tiefe be: 
gründet und in ihrem weltgefchichtlichen Zusammenhang 
erscheine. Schon damals legte er in ihren Grundzügen 
nicht nur, sondern bis in die Einzelheiten die Jdee dar, 
welche später mit einigen Modificationen im genehmigten 
Denkmalsentwurfe festgehalten worden ist. 
Von Anfang an nahmen an dem Denkmalsplane 
viele und bedeutende Männer den lebhaftesten Antheil. 
Rietschel selbst besprach die Angelegenheit eingehend und 
gründlich mit solchen, auf deren Ansichten er Gewicht 
legte. Er klärte, läuterte und sichtete auf solche Weise 
am besten die eigenen. Mit den beiden Präsidenten 
des Comite, Pfarrer Keim und Dr. Eich, wurde leb: 
haft verkehrt, der Diakonus Pfeilschmidt, der Verfasser 
der ,,Heiligen seitens, und gründlicher Kenner der Refor: 
mationSgeschichte, bei Feststellung der zu berücksichtigenden
        

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