Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ernst Rietschel
Person:
Oppermann, Andreas
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-540652
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ohne Zahl aus der Erde emportouchsen. So wurde 
denn das Luther:Denkmal bald von universeller Be: 
deutung für die gesammte evangelische Christenheit, die 
Idee fand als eine lntherische Angelegenheit überall 
Anerkennung, und es gab bald kein von Protestanten 
bewohntes Land der Erde mehr, in dem sich nicht sitt 
dies Werk dankbarer Verehrung Interesse und Theilnahme 
gezeigt hätte. 
Aber nicht blos Theilnahme, auch hestige Gegner 
fand es in der protestantischen Welt. Das ,,Sächfische 
Kirchen: und SchulblattU glaubte dagegen austreten und 
die Theilnahme der sächsischen Geistlichen am Sammeln 
abschwächen zu müssen. Freilich war diese Gegnerschaft 
für die Sache selbst allenthalben nur von Vortheil, 
denn es beeilte sich nun jeder, wenn irgendtnöglich, 
darzulegen, daß die Anschauungen des ,,Sächsischen 
Kirchen: und SchnlblattU nicht die seinigen seien. Das 
Unternehmen machte große Fortschritte. Das höchste 
Verdienst hierbei hat der Ausschuß und seine beiden 
Präsidenten, welche mit seltener Umsicht und Beharr: 
lichkeit bisher die Denkmalsangelegenheit geleitet haben. 
Die Darstellung derselben wird einst einen sehr inter: 
esfanten Beitrag zu unserer Culturgeschichte abgeben; 
hierher gehört dieselbe nur, soweit sie mit Rietschel7s 
Schöpfung in unmittelbarstem Zusammenhang steht. 
Vor zwei Misgriffen blieb das Comitö durch den 
Rath der einsichtigsten Männer bewahrt, vor der an: 
fänglich beabsichtigten Eoncurrenz und vor der Idee 
der Verbindung eines architektonischen mit einem plasti: 
schen Kunstwerke, nämlich der Aufstellung von Lutherls 
Standbild unter einem tempelartigen Baue.
        

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