Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ernst Rietschel
Person:
Oppermann, Andreas
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-540068
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herrlichen Zuversicht Goethes liegt ein gut Stück Leben 
und Sein des Künstlers selbst. 
Die Begeisterung, welche dies Werk in Deutschland 
hervorrief, war eine in der Geschichte der Kunst fel: 
teue und ganz allgemeine  schon in Dresden, wo 
das Gipsmodell ausgestellt wurde, dann in München, 
endlic; in Weimar. Es war ein Ereigniß  die An; 
kunft dieses Modells in der Erzgießerei zu München. 
Die Künstlerwelt gerieth in Bewegung, man war einig 
darüber, daß der Eindruck überwältigend sei. Alle vor: 
gefaßten Meinungen und Wünsche mußten verstummen 
vor der Schönheit und Lebendigkeit des Werks, vor 
dem Ernste und der Gediegenheit der Durchführung. Ein 
Ruf freudiger Bewunderung ging durch alle Zeitschriften 
damaliger Zeit, und namentlich unter den miinchener 
Künstlern war das Gefühl allgemein, ,,daf3 diese Arbeit 
als eine wirkliche Eroberung der Plastik dasteheH. 
Der Director der Erzgießerei, von Miller, berichtete 
an das Comite in Weimar, das; von den vielen Statuen, 
die ihm von den Künstlern unserer Zeit zum Erzgusse 
anvertraut worden, noch kein Modell eine solche Vollen: 
dung gezeigt hätte wie dieses, und daß, wenn sein 
Eifer in dieser Aufgabe noch einer Steigerung fähig 
gewesen wäre, es beim Anblick des herrlichen Kunst: 
werks hätte geschehen müssen. Die höchste Anerkennung 
zollte auch König Ludwig dem Künstler. Er war völlig 
elektrisirt, als er die Gruppe sah, nnd rief mehrmals 
mit bewegter lauter Stimme: ,,Das ist mein SchillerItt 
So stimmte das Bild mit seinem Ideale zusammen. 
Die dresdener Künstler beschlossen, dem Schöpfer 
der Goethe:Schiller:Gruppe, ,,von deren bewältigender 
Ernst Rietschel. I9
        

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